Zugvogel unterwegs
Zugvogel unterwegs

Österreich und Tschechien

11. bis 23. September 2012

Dienstag, 11. Sept. 2012

 

Der Wecker klingelt um 03:00 Uhr, raus aus den Federn, Kaffee zum Wachwerden, noch die letzten Dinge ins Wohnmobil bringen, die Kater bekommen noch ein paar Abschiedsleckerlies und Knuddler, dann geht es los. Um 04:10 Uhr fahren wir durch die Dunkelheit Richtung Heide auf die A 23, es liegen 1.299  km bis zu unserem Ziel Leibnitz bei Graz vor uns. Mal sehen, wie weit wir heute kommen. Kurz vor Hannover setzt Regen ein, z.T. sind die Schauer auch recht kräftig. Leider schickt uns das Navi über die A 7, d.h. durch die Kasseler Berge, wir haben versäumt, die Strecke über Leipzig einzugeben, da kommt man besser voran, weniger Baustellen und weniger Verkehr. Das Wetter wird langsam besser, es ist warm geworden. Wir entscheiden uns, in Regensburg zu übernachten, der Campingplatz liegt direkt an der Donau. Der Platz ist fast ausgebucht, nur noch wenige freie Plätze, die Sanitäranlagen sind gut und sauber. Wir zahlen für eine Übernachtung einschl. Strom 25,25 €, Rabatt gibt es auf die ADAC-Card (CCI).

Azur Campingpark Regensburg

www.azur-camping.de

 

Heute haben wir 879 km zurück gelegt.

 

 

 

 

 

 

Mittwoch, 12. Sept. 2012

 

In der Nacht hat es angefangen zu regnen, Regens-burg halt! Nicht wirklich toll im Regen einzupacken und startklar zu machen, alles ist nass und dreckig, da der Standplatz sandig ist, hier wächst kein Gras mehr. Unser Ziel ist jetzt erst einmal Passau.  Wir finden einen guten Parkplatz in der Nähe eines Einkaufzentrums, hier muss Detlef erst einmal ein Paar neue Schuhe kaufen. Der Regen hat nicht aufgehört und so geben wir den Besuch der Altstadt auf, das macht so keinen Spass, die Regenjacken sind nach kurzer Zeit schon pitschenass.

 

Weiter geht die Fahrt, der Regen ist zeitweise so stark, alles verschwimmt in einer diesigen, nassen Wand. Kurz hinter der österreichischen Grenze kaufen wir die Vignette (für 10 Tage - 8 €), unterwegs werden wir aber noch 2 x zur Kasse gebeten, Tunnelmaut bei Bosruck /Liezen (4,50 €)  und am Gleinalmtunnel (7,50 €). Weiterhin Regen, Regen, Regen, die Scheibenwischer können es zeitweise kaum schaffen.

 

Kurz vor Leibnitz wird der Regen weniger, hört sogar ganz auf. Wir kommen kurz vor 18 Uhr auf dem Campingplatz an, werden schon vom nordfriesischen "Eisvogel-Team" Sigrid und Viktor erwartet, auch sind schon einige holländische und andere deutsche Teilnehmer vom Treffen da. Später stoßen auch Ruth und Rolf dazu, die nordfriesische Delegation ist jetzt komplett. Wir sitzen nach dem Einchecken noch eine Weile unter der Markise bei Viktor und Sigrid, dann setzt wieder Regen ein, trommelt die ganze Nacht auf das Dach vom Wohnmobil, es ist kalt und wir machen die Heizung an.

 

Der Campingplatz liegt nicht weit vom Stadtzentrum entfernt, nur ein paar Gehminuten. Er ist gepflegt, schön angelegt, nur bei einigen Standplätzen stören die Eicheln, die zu dieser Jahreszeit bei leichtem Wind auf die Dächer von den Wohnmobilen klackern, ein Geräusch, dass man in der Nacht nicht wirklich braucht, wir stehen "klackerfrei", GsD. Wer ist nur auf die Idee gekommen, auf einem Campingplatz Eicheln zu pflanzen? Kann kein Camper gewesen sein!

Die Sanitäranlagen sind gut, geräumig und sauber.

Für eine Übernachtung zahlen wir 21,90 € einschl. Strom.

Campingplatz Leibnitz/Österreich

www.camping-steiermark.at

 

 

 

 

 

19. Internat. Wohnmobiltreffen der IPA in Leibnitz 13. - 16.09.2012

 

 

 

 

 

Donnerstag, 13. Sept. 2012

 

Es regnet, es ist kalt, 11 Grad C, brrrr.

 

Heute treffen im Laufe des Tages die restlichen Wohnmobilfreunde ein. Wir nutzen eine Regenpause und gehen in den Ort. Leibnitz hat einen schönen Ortskern, der große Maibaum vor dem Rathaus ist handgeschnitzt. Nach einem Abstecher in den Supermarkt gönnen wir uns unter den großen Schirmen eines Cafés eine Pause. Später gesellen sich noch Rufus, der Labradudel, und sein Herrchen und Frauchen dazu.

 

Um 18:00 Uhr ist die offizielle Begrüßung aller Teilnehmer dieses Treffens am Infozelt. Der Bürgermeister der Stadt Leibnitz heißt uns Willkommen, ebenso die Organisatoren aus Leibnitz. Die lange Tischreihe, die vorgeschlagen wird, fällt ins Wasser, es fängt an zu regnen und es ist bitterkalt, man zieht sich in die Wohnmobile zurück. Ruth und Rolf laden uns und Sigrid und Viktor zu einer kleinen Klönrunde in ihr Womo ein. Es regnet fast die ganze Nacht, auch heute läuft wieder die Heizung.

 

 

 

entlang der Südsteirischen Weinstraße

 

Freitag, 14. Sept. 2012

 

Endlich hat der Regen aufgehört, die Wolken hängen aber immer noch tief und es ist kalt. Um 9:00 Uhr starten wir mit 2 Bussen und 2 Pkw zur Rundfahrt entlang der Südsteirischen Weinstraße. Der erste Halt ist in dem Weinort Kitzeck. Dort hat extra nur für uns ein Weinausschank geöffnet, wir können hiesigen Wein und Sturm (Federweißer) probieren. Das kleine Weinmuseum hat geöffnet, nur den Eingang zu finden ist nicht ganz einfach. Kein Hinweis, dass es durch das Tourismusbüro ins Museum geht. Man hat von hier oben einen herrlichen Blick über die Weinberge, liebevoll sind lustige Figuren angebracht.

 

Die Fahrt geht weiter durch die vielen Weinberge und Kürbisfelder nach Heimschuh, hier besichtigen wir eine Kürbiskern-Mühle. Uns wird gezeigt, wie die Kerne zu Öl gepresst werden, Geschmacksproben werden angerichtet und der Chef selbst brät mit diesem leckeren Öl Rührei, das wir auf einer deftigen Scheibe Bauernbrot serviert bekommen. Es schmeckt phantastisch, kaum einer kann widerstehen und kauft im Shop ein, dort gibt es nicht nur Kürbiskernöl, auch viele andere Ölsorten und Leckereien werden angeboten.

www.hartlieb.at

 

Die Fahrt geht jetzt entlang der Grenze zu Slowenien. Die Grenze verläuft hier im Zickzack, mal sind wir auf der österreichischen, mal auf der slowenischen Seite.

Halt gemacht wird noch einmal, und zwar an einem Buschenschank in Ehrenhausen im Sulztal, auch hier schmeckt mir der Sturm, dazu gibt es lecker angerichtete belegte Brote.

Über Gamlitz geht es dann zurück nach Leibnitz, es bleibt noch ein wenig Zeit zum Erholen und dann ab in die Maske, heute Abend sind wir im JUFA, dem Sportcampus von Leibnitz, zum Essen, Klönen und Aufnehmen neuer Infos von Lutz. Ein paar organisatorische Schwierigkeiten werden schnell überwunden und dann wird es gemütlich.

 

 

 

Graz - die Landeshauptstadt der Steiermark

 

Samstag, 15. Sept. 2012

 

Das is nix für Langschläfer hier, die Putzfrau auf dem Campingplatz ist leicht gestresst, weil wir schon wieder so früh zum Duschen kommen und sie bei der Arbeit stören. "Sie haben doch Urlaub" wundert sie sich.

 

Das Wetter ist immer besser geworden, heute scheint die Sonne und frohgelaunt fahren wir nach Graz. IPA-Kollegen aus Graz haben sich bereit erklärt, uns in mehreren Gruppen bei einem Stadtspaziergang zu begleiten. Leider können wir meistens nicht viel von dem verstehen, was unser Begleiter erzählt, er spricht nicht sehr laut, dazu kommt noch der Straßenlärm, aber auch so ist es interessant. Er bringt uns nach dem Spaziergang zur Schlossbergbahn, wir fahren hinauf auf den Schlossberg, oben haben wir nicht nur einen unbeschreiblichen Blick auf die ziegelrote Dächerlandschaft der Stadt, es wartet auch  ein vorzügliches Buffet auf uns, viele leckere Speisen stehen da für uns bereit. Nach dieser Stärkung gehen wir langsam zum gläsernen Lift und fahren wieder abwärts.

 

In Graz selbst ist ordentlich was los, ein Trachten- und Volksfest, "Aufsteirern", hat viele Besucher angelockt und überall sind Buden und Stände aufgebaut, alles steirisch und zünftig. Wir bummeln noch ein wenig durch die Straßen bevor wir dann zum verabredeten Treffpunkt gehen, pünktlich kommen unsere Busse und bringen uns nach Leibnitz. Kurze Ruhepause und dann geht es ins JUFA zur Abendveranstaltung.

 

Das angerichtete Buffet hier ist nicht wirklich gut, da ist wohl einiges in der Küche schief gelaufen. Aber das kann unsere Laune nicht verderben, eine Musi spielt auf, fesche Burschen mit strammen Waden machen Stimmung. Im Laufe des Abends wird Rolf geehrt, er hatte die weiteste Anreise (nur 2 km mehr als Viktor) und danach wird bekannt gegeben, wo 2013 das 20. Treffen sein wird: Nordfriesland, genauer: NIEBÜLL. Wir stellen in einem kurzen Film unsere nordfriesische Heimat vor, die Teilnehmer sind begeistert. Wir freuen uns, viele von ihnen im Mai 2013 bei uns begrüßen zu können. Noch lange sitzen wir zusammen, werden immer mal wieder angesprochen, wie sehr man sich auf das Wiedersehen in Niebüll freut.

 

 

Abschied von Leibnitz

 

Sonntag, 16. Sept. 2012

 

Um 9:30 Uhr treffen wir uns auf der Wiese neben dem Campingplatz zur Verabschiedung und zum Gruppenfoto. Viele Hände werden geschüttelt und wir hoffen, uns gesund im Mai 2013 wieder zu treffen, dann bei uns in Nordfriesland.

 

Einer nach dem anderen fährt dann davon, auch wir starten jetzt in unseren Urlaub, unser nächstes Ziel ist Rust am Neusiedlersee.

 

 

 

Nationalpark Neusiedlersee/Burgenland

16. bis 18.09.2012

 

 

Rust - auf den Spuren des "Winzerkönigs"

 

Sonntag, 16. Sept. 2012

 

Von Leibnitz fahren wir Richtung Graz (A1/A9), dann auf der A2 Richtung Wien bis Abzweig Wiener Neustadt, bis zum Neusiedlersee ist es jetzt nicht mehr weit, wir kommen in der Mittagszeit in Rust an. Die Weinbaugemeinde Rust nennt man auch die Stadt der Störche, sie liegt am Westufer des Sees. Die gesamte Altstadt ist denkmalgeschützt, sehr gepflegt und romantisch. Wir stellen unser Womo ab und bummeln los. Ich wandle hier auf den Spuren des "Winzerkönigs", einer TV-Serie der ARD. Schnell kommen wir zum Rathaus und sehen dort den Hinweis auf die Fernsehserie, wir finden einige Häuser und Orte, die in dem Film "eine Rolle" gespielt haben, auch das "Gasthaus Stickler". Gerne möchten wir dort einkehren, als wir auf einen frei gewordenen Tisch zugehen, werden wir barsch vom Kellner zurück gehalten, da er uns auch keine anderen freien Plätze anbietet (die durchaus vorhanden sind), verlassen wir das Lokal und suchen uns im Lokal gegenüber ein schattiges Plätzen für unser Mittagsessen. Von hier haben wir einen Blick über den ganzen Marktplatz, der sehr schön angelegt ist.  Nach dieser Stärkung setzen wir unseren Rundgang durch den Ort fort.  Leider gibt es hier keinen annehmbaren Campingplatz für uns, so fahren wir weiter nach Podersdorf.

 

www.rust.at

 

 

 

Podersdorf - wir stehen in der ersten Reihe

 

Am späten Nachmittag erreichen wir den Campingplatz, der ist riesig, 7 ha groß mit über 800 Stellplätzen, direkt am See gelegen. Wir bekommen einen Platz zugewiesen: in der Straße 12 den Platz 28. Es ist Nachsaison und der CP ist nicht voll ausgebucht, wir sehen, dass der Platz in der 1. Reihe frei ist und stellen uns dort hin, melden das in der Rezeption und da er nicht reserviert ist, können wir bleiben. Herrlich, vor uns liegt der Neusiedlersee, ein toller Ausblick über den See. Auf dem CP ist es sehr ruhig, obwohl er so groß ist. Wir setzen uns vor unser Womo in die Abendsonne und stoßen mit einem gut gekühlten Prosecco auf den schönen Beginn unseres Urlaubs an. Ich kann später noch tolle Fotos von einem spektakulären Sonnenuntergang machen.

 

Es ist wirkllich schön hier auf dem CP, die einzelnen Plätze sind großzügig bemessen, es gibt zwei große Häuser für die Sanitäranlagen, die sehr gut und sauber sind, mit dem Fahrrad von unserem Platz in knapp 1 Minute zu erreichen; im kleinen Supermarkt am Eingang gibt es morgens frische Brötchen.

 



 

 

 

mit dem Rad durch den Nationalpark

 

 

 

Montag, 17. Sept. 2012

 

Die Sonne lacht von einem strahlend blauen Himmel. Auf der Fahrt hierher habe ich irgendwo gelesen "Burgenland - das Sonnenland Österreichs", ja, das stimmt, und wir genießen es bei einem ausgiebigen Frühstück vor dem Wohnmobil, es ist wie der Himmel auf Erden nach all den kalten, regnerischen Tagen vorher.

 

Etwas irritiert sind wir über die Böllerschüsse, die hier den ganzen Tag und bis zum Dunkelwerden zu hören sind. Silvester? Nein - damit werden die Vogelschwärme aus den Weingärten getrieben, und auch kleine Flugzeuge werden dazu eingesetzt, die im Tiefflug über die Weinberge fliegen.

 

Wir machen heute eine Radtour durch den Nationalpark Neusiedlersee.

www.nationalpark-neusiedlersee-seewinkel.at .

 

Ein Radwanderweg führt um den ganzen See, z. T. auch durch Ungarn, er ist insgesamt 95 km lang. Das wollen wir nun aber nicht schaffen, uns reicht die Strecke bis Illmitz, wir müssen da sogar durch die Hölle, haben wir unbeschadet überstanden, ein Weingut gibt es in der Hölle auch, also, alles halb so schlimm!! Bis zum Info-Zentrum Nationalpark in Illmitz sind es gut 13 km, wir radeln bei schönstem Wetter den ausgeschilderten Weg B 10, er ist super zu befahren, breit, und führt gleich von Anfang an durch eine wunderschöne Landschaft. Viele Infotafeln erklären Flora und Fauna, links von uns Weingärten, rechts das Seevorgelände, Wiesen mit botanischen Kostbarkeiten, Salzlacken wie der Obere, Mittlere und Untere Stinkersee (heißen wirklich so, stinken aber gar nicht!), es sind Mulden, die ganzjährig mit Wasser gefüllt sind, Schilfgürtel und Feuchtwiesen. Die Natur ist so abwechslungsreich, eine Reihe von Beobachtungsständen stehen am Radweg und ein größerer Aussichtsturm bietet die Möglichkeit, weit über die Landschaft zu blicken. Wer mehr über diesen Nationalpark wissen möchte, sollte oben den Link anklicken, es lohnt sich!

 

Zwischen den Rebstöcken sehen wir dann auch die Böllergeräte, die die Vögel vertreiben, wir sehen auch die räuberischen Schwärme der Stare, die in die Reben fliegen und können die Winzer sehr gut verstehen, wenn sie diese vielen tausend Vögel nicht in den Reben haben wollen, sie richten viel Schaden an. Auch das kleine Propellerflugzeug sehen wir über die Weingärten kreisen, im Tiefflug immer kreuz und quer. Diese Szenerie mit dem Flugzeug kommt mir sehr bekannt vor, als bekennender "Winzerkönig-Fan" habe ich das im Film schon gesehen!

 

Im Informationszentrum verschnaufen wir bei einem leckeren Mokka-Eis, dann geht es zurück, beim Weingut Hölle kehren wir ein und kosten den herrlichen Wein der Region.

Abends werden wir wieder mit einem romantischen Sonnenuntergang belohnt. Wir sitzen noch lange vor unserem Womo, über uns ein traumhafter Sternenhimmel. Dann kommen die Mücken und wir verziehen uns nach drinnen.

 

 

Dienstag, 18. Sept. 2012

 

Eigentlich wollten wir heute nach Wien weiterfahren. Beim Frühstück hören wir im Radio, dass die Autobahn nach Wien bei Bruck seit 4 Uhr nachts bis in den Nachmittag gesperrt ist aufgrund eines schweren Unfalls. Upps, da müssen wir lang, Umleitung bietet auch schon morgens Stau. Na prima. Der Wetterbericht macht uns dann die Entscheidung leicht, heute soll es bis 28 Grad C warm werden, Sonne satt, ab morgen wird das Wetter unbeständiger. Na, da überlegen wir nicht lange, wir bleiben noch einen Tag und genießen hier am See das schöne Sommerwetter. Mit dem Rad fahren wir in den Ort, laufen am Schiffsanleger bis zum Leuchtturm, kaufen bei Spar ein und gönnen uns einen leckeren Eisbecher.

 

Den Nachmittag verbringen wir mit lesen, relaxen, lesen. Ich teste "den wärmsten See Österreichs", 25 bis 28 Grad soll er warm sein, weil er so flach ist, nur gut 1 m tief. Brrr,  das sind ja Nordseetemperaturen hier, nur 18/19 Grad C zeigt mein Thermometer an, ich ziehe dann doch noch ein paar Schwimmzüge durch den See. Dann leg ich mich wieder in die Sonne und lese.

 

Abends köpfen wir dann noch eine Flasche Wein, zum Abschied, denn morgen geht es endgültig nach Wien.

 

Strandcamping in Podersdorf

Wir zahlen pro Tag mit Strom 25,70 €.

www.podersdorfamsee.at

 

 

 

WIEN - 19. und 20.09.2012

Naschmarkt und Prater

 

 

 

Mittwoch, 19. Sept. 2012

 

Kurz nach 10:00 Uhr verlassen wir den CP in Podersdorf, bei Weiden/Gols fahren wir auf die A 4 Richtung Wien. Noch ist das Wetter schön, aber der Wetterbericht im Radio hat keine guten Vorhersagen gemacht, und das schlechte Wetter kommt dann auch. Regen kurz vor Wien und die Temperaturen sind rapide runter gegangen. Wir haben uns den zentral gelegenen Campingplatz "Neue Donau" ausgesucht. Die Straßenführung in Wien und das Navi harmonieren irgendwie nicht, wenn das Navi angibt, "halten Sie sich links und biegen dann rechts ab", ist schon die Abfahrt vorbei. Wir irren kreuz und quer durch die Straßen Wiens, dann endlich haben wir es geschafft, stehen vor einem Tor zum CP, hier sollte der CP "Neue Donau" sein, am Tor steht aber "Wien West", also sind wir falsch, umkehren, neuer Versuch. Wir geben nochmal Adresse, GPS-Daten ein, kann ja sein, dass da was schiefgelaufen ist, aber nach gut 30 Min. Herumirren (siehe oben) stehen wir wieder vor dem gleichen Tor. Na gut, dann bleiben wir eben, sehen dann an der Rezeption das Schild "Neue Donau", also waren wir doch richtig. Wir wollen uns anmelden, die Tür ist verschlossen, es ist 12:01 Uhr, die Damen der Anmeldung machen jetzt bis 14:00 Uhr Mittagspause, durch das Türfenster sehe ich, wie sie ihre Tasche packen und verschwinden.  Das darf doch nicht wahr sein! Hier stehen ca. 6 Fahrzeuge in der Wartezone, eine Gruppe Jugendlicher aus einem Kleinbus sitzt unter dem Vordach und wartet, es regnet, und die Damen machen zwei Stunden Pause! Dies ist der meistfrequentierte Campingplatz Wiens, ein Kommen und Gehen hier und die Damen machen Pause! Unverständliches Kopfschütteln bei den anderen Gästen. Wie lang wird die Warteschlange sein nach 2 Stunden? Wir beraten uns und entscheiden, nicht zwei Stunden zu warten. Wir haben von unseren Nachbarn auf dem CP in Podersdorf den Tipp bekommen, dass es in Klosterneuburg sehr schön ist und sehr gute Verkehrsanbindungen nach Wien gibt, also fahren wir da hin.

 

Um 13:00 Uhr kommen wir in Klosterneuburg an, checken ein und machen uns dann bei leichtem Regen auf nach Wien. Der Bahnhof liegt nur ein paar Gehminuten vom CP entfernt, es dauert aber eine Weile, bis wir am Automaten rausgefunden haben, welchen Tarif wir wählen müssen für die S-Bahn nach Wien. Und so sehen wir nur noch die Rücklichter, müssen 30 Minuten auf die nächste Bahn warten. Wir fahren bis Wien-Heiligenstadt, das kostet pro Person 2,00 €. Dort lösen wir dann für Wien eine Seniorenfahrkarte, sie gilt für 2 Fahrten und kostet 2,50 € p.Pers.

 

Mit der U-Bahn fahren wir bis zum Karlsplatz, bummeln über den Karlsplatz zur Karlskirche und schlagen dann die Richtung zum "Wiener Naschmarkt" ein. Der Naschmarkt ist wie ein Basar, wir laufen an Geschäften entlang, die Auslagen lassen einem das Wasser im Munde zusammen laufen, alles sieht so frisch und lecker aus, dann reiht sich wieder ein Lokal an das andere, alle Geschmacksrichtungen sind vertreten. Wir entscheiden uns für das  "Wiener Naschmarkt-Beisl". Ein Beisl ist ein Lokal, das die österreichische Küche anbietet, darauf hab ich mich schon vorm Urlaub so gefreut, und ich bekomme endlich meinen Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröstl. Mmmmmhhhhh........

 

Mit der U-Bahn geht es jetzt zum U-Bahnhof "Praterstern", der Prater ist unser Ziel. Das Riesenrad sieht man sofort, wenn man aus dem Bahnhof kommt. Wir steuern direkt darauf zu und kaufen uns die Karten für eine Runde mit dem Riesenrad, die dauert ca. 10 Minuten und kostet stolze 9,-- € pro Person. Der Blick über Wien ist grandios, wäre sicher noch viel, viel schöner, wenn diese Regenwolken nicht da wären. Aber auch so genieße ich diese Fahrt mit dem Riesenrad, es ist ein langer Wunsch von mir, der jetzt in Erfüllung geht. Im Vergnügungspark des Praters ist nicht viel los, kein Wunder bei dem Wetter, es nieselt immer noch vor sich hin.

 

Im U-Bahnhof lösen wir jetzt das 24-Stunden-Ticket, damit können wir heute Abend und morgen in Wien mit allen Verkehrsmitteln fahren, es kostet 6,70 € p.Pers. Das Wiener Verkehrsnetz ist super ausgebaut, selbst wir Provinzler haben uns schnell reingefunden und kommen prima klar damit.

 

In Klosterneuburg wollen wir irgendwo lecker essen gehen, nur wo, wissen wir nicht, nirgends finden wir ein nettes Lokal und nach Döner und Flühlingslolle steht uns nicht der Sinn. Vor uns spricht ein Ehepaar eine Dame an und fragt nach einem Lokal, sie empfielht ein kleines Lokal in der Fußgängerzone. In dem urigen Beisl bekommen wir ein  reichliches und sehr gutes Menue,  ein Kirschwasser noch zur Verdauung hinterher; gestärkt und müde machen wir uns auf zum Campingplatz. Für den morgigen Tag planen wir  unsere Besichtigungstour, damit wir auch ja alles schaffen, was wir sehen möchten in Wien.

 

 

 

HUNDERTWASSER - Haus, Kalke-Village und KunstHaus Wien

 

 

Donnerstag, 20. Sept. 2012

 

Die Sonne scheint, das freut uns ungemein, denn wir haben uns viel vorgenommen für heute, und Wien in der Sonne ist nun mal schöner als im Regen.

 

Wir fahren bis zur U-Bahn "Wien-Mitte", zum Hundertwasser-Haus müssen wir noch ein Stückchen laufen, dann sind wir da. Nicht zu verfehlen, eine Traube von Menschen steht davor, bunt gemischte Nationen.  Ich bin ein großer Fan von Friedensreich Hundertwasser, seine Bauten und seine Bilder faszinieren mich. Gleich gegenüber von dem Haus ist das Kalke-Village, eine ehemalige Auto-Garage. Hundertwasser hat dieses Haus umgestaltet, innen ist es wie in einem verwinkelten orientalischen Bazar, eine Bar gibt es am Ende und dann die Toiletten, auch "Hundertwasser gestaltet". Die muss ich sehen, kosten natürlich noch mal Eintritt, aber egal. Im Damenklo schau ich mich um, mach Fotos und muss lachen. Da stehen drei Frauen (ich auch) und fotografieren die Kacheln und Waschbecken, die anderen beiden Ladies fallen ins Gelächter ein. Danach gehen wir noch in die 1. Etage in die Galerie, viele Hundertwasser-Bilder, als Poster in allen Größen und Preislagen. Leider für mich nicht drin, aber einige schöne Postkarten seiner Bilder, das ist machbar.

 

Jetzt gehen wir ein paar Straßen weiter zum KunstHaus Wien, auch hier Hundertwasser. Unten ist das Restaurant "Dunkelbunt", dort kehren wir ein und gönnen uns eine Pause, hier bekommen wir den allerleckersten Strudel serviert, Detlef Apfelstrudel und ich Topfenstrudel (Topfen = Quark), allererste Sahne!!!!!

 

Das war jetz das Hundertwasser-Programm, weiter geht es mit der U-Bahn zum Stephansplatz.

 

 

 

 

rund um den Stephansplatz

Fiaker, Sacher und Wiener Schnitzel

 

 

Wir flanieren über den Stephansplatz, es sind schon viele Menschen hier unterwegs, ist ja ein großer Touristenmagnet. Im Stephansdom findet gerade eine Andacht statt, aber bis zur Absperrung können wir gehen. Wow, das ist schon sehr beeindruckend hier drinnen.

Dann schnüffeln wir uns zu den Fiakern, immer der Nase nach, kann man nicht verfehlen. Das ist auch etwas, was ich schon immer gerne mal wollte, mit einem Fiaker gefahren werden. Na ja, die Preise sind schon gesalzen, 55 Euronen für 20 Minuten Fahrt. Wir haben leider keine "Mitfahrer" gefunden, so zahlt Detlef dann den Preis und wir werden einmal rund um den Stephansplatz kutschiert. Aber irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt, unser Kutscher sitzt da vorne und macht sein Ding, keine Erklärung oder Hinweis auf etwas Interessantes. Bei anderen Kutschen sehen wir schon, dass ab und zu mal auf etwas aufmerksam gemacht wird. Nach 20 Min. wieder Halt in der Fiaker-Zone und das war's dann. Ich bin schon enttäuscht, das war nicht annähernd so romantisch, wie ich es mir gewünscht hatte.

 

 

 

 

 

 

 

Die Hofburg mit Nationalbibliothek

 

Nach einer kurzen "Sturm-Pause" machen wir auf zur Wiener Hofburg. Wir stehen auf dem Vorplatz der Hofburg, eine Führung  durch die Ställe der Lipizaner findet in 1 Std. statt und würde 16 € p.Pers.  kosten, nein, das muss nicht sein für uns. Wir gehen in die Nationalbibliothek, die in der Hofburg untergebracht ist. Eintritt 4,50 € (Senioren) p. Pers., aber das lohnt sich wirklich, ich bin überwältigt, so etwas habe ich noch nie gesehen. Wunderschön die Räumlichkeiten, über 200.000 alte, sehr alte Bücher sind hier in den vielen, meterhohen Regalen. Nach einem Rundgang durch die Bibliothek machen wir uns tief beeindruckt auf Richtung Kärntnerstraße, dort befindet sich das Hotel Sacher und das Café Sacher. Als wir am Café ankommen, steht eine lange Schlange davor, viele, die Einlass begehren, drinnen ist es übervoll, Wartezeit bestimmt 30 - 45 Min. Nein, das wollen wir nicht, gehen ein paar Schritte weiter zum Sacher-Eck, das ist draußen, aber da ist Platz und ich bekomme meine Sacher-Torte, die wirklich ausgezeichnet schmeckt.

 

Während unserer Tour um den Stephansplatz haben wir den Hinweis gelesen, wo wir das beste Wiener Schnitzel bekommen können, nämlich beim Figlmüller. Aber vorher wollen wir noch das Schloss in Schönbrunn ansehen, das Schnitzel gibt es dann als krönenden Abschluss dieses Tages.

 

So allmählich merke ich, wie die Beine und Füße müde werden, bin ich froh, dass ich Blasenpflaster an den Fersen habe, ohne die hätte ich wohl schon schlapp gemacht.



 

 

 

Schönbrunn - volle Kanne Sissi

 

Mit der U-Bahngeht es jetzt nach Schönbrunn. Wir müssen noch ein Stück laufen, bis wir zum Schloß kommen. Wow, ist das riesig hier, dieser große Vorplatz allein, und die Füße sind doch schon so müde! Aber hilft nix, weiter geht's. Eine geführte Besichtigung ist mir zu lang, ich entscheide mich für eine "Imperial Tour" (8,-- €), d. h. ich gehe alleine durch vorgegebene Räume entweder mit Audio-Set oder mit einem Info-Heftchen, das den jeweiligen Raum beschreibt. Detlef ist froh, dass ich alleine ins Schloß gehen möchte, er lustwandelt lieber durch den schönen Park, bekommt meinen Fotoapparat in die Hand gedrückt (drinnen darf ich nicht fotografieren), und Bussi - wir sehen uns in 45 Minuten hier wieder!

Ach ja, ich sollte nicht vergessen zu erwähnen, dass auch hier - wie überall in Wien an geschichtsträchtigen Orten - viele, viele Touris sind,  ein Gewusel, Gewimmel und Sprachenwirrwar.

 

Ich beginne meinen Rundgang, Pfeile zeigen mir den Weg und im Info-Heftchen sind die nummerierten Räume  genau beschrieben. In der Nähe ist eine deutschsprachige geführte Gruppe, ich kann viel Interessantes aufschnappen, was nicht im Heft steht. Ich bin ganz gefangen von so viel Geschichte, Habsburger, Maria Theresia, Kaiser Franz Joseph, der Franzl halt und seine Elisabeth, Sissi eben. Als ich nach 45 Minuten wieder vor dem Schloß stehe, muss ich mich erst einmal in die Wirklichkeit zurück holen, in diesem Moment wäre ich doch tatsächlich in der Lage, mir die geballte Sissi-Triologie hintereinander reinzuziehen. Aua.

 

Detlef schwärmt von dem schönen, großen Park, er hat viele Fotos gemacht, aber nun geht es zurück zur U-Bahn. Wir fahren noch einmal zum Stephansplatz, denn das Wiener Schnitzel beim Figlmüller, das muss noch sein.  Unsere Schritte sind schon sehr langsam, die Beine und Füße sind müde, wir haben heute ein beachtliches Pensum abgelaufen!

 

 

Nach unserer Schloßbesichtigung in Schönbrunn kehren wir noch einmal zurück zum Stephansplatz. Schnell haben wir den Figlmüller gefunden, bekommen einen Tisch zugewiesen, ich bin so froh, endlich wieder sitzen, meine Beine sind so müde, ich glaub, ich steh hier heute nicht mehr auf. Ich bestell mir das Wiener Schnitzel, Detlef ahnt, dass ich das alleine nicht schaffen werde und nimmt nur eine Suppe. Das Schnitzel übertrifft dann auch all meine Erwartungen, riesengroß, der Teller darunter ist nicht zu sehen, es schmeckt einfach oberlecker!! Zart, saftig einfach mmmhhh. Natürlich ist mir das zuviel und so kommt Detlef dann auch noch zum halben Wiener Schnitzel.

 

Jetzt fehlt zum Abschluss des Tages eigentlich nur noch ein Heuriger. Aber der Weg nach Grinzig ist uns zu weit, wir sind zu müde, so kauft Detlef in einer Vinothek einen leckeren Wein und wir machen unseren Heurigenabend im Wohnmobil.

 

 

 

Campingplatz in Klosterneuburg - Weiterfahrt nach Tschechien

 

 

Freitag, 21. Sept. 2012

 

Blauer Himmel und Sonnenschein, aber bitterkalt, nur 3 Grad in der Nacht, brrrrr.

Wir checken aus und machen uns auf den Weg nach Tschechien.

 

Der Campingplatz in Klosterneuburg ist schön, aufgeteilt für Zelte und Wohnmobile bzw. Wohnwagen. Es gibt ein WC- und Duschhaus mit Solar, aber auch bei Regenwetter war ausreichend warmes Wasser vorhanden. Vorne bei der Rezeption ist dann noch ein Sanitärbereich, auch da geräumig und sauber.

 

Donaupark Camping Klosterneuburg

www.campingklosterneuburg.at

Preise p. Tag Nebensaison: 8,-- € für das Wohnmobil

                                        7,-- € pro Person

                                        3,-- € Strom

Als negativ muss ich anmerken: es wird WLAN angeboten, Kosten dafür 7,-- € für 2 Stunden. Das ist absolut zu teuer!!! Es war außerdem sehr langsam und nicht gesichert!

 

Wir fahren anfangs auf einer ganz  neuen Autobahn (A1), bis St. Pölten ist nicht viel los, kurz vor Linz biegen wir auf die E 55 Richtung Freistadt, dann nach Bad Leonfelden und vor dort ist es nicht mehr weit bis Lipno nad Vltavou. Hier gibt es seit Juli 2012 einen Baumwipfelpfad, den wollen wir unbedingt begehen, gegen 15 Uhr sind wir vor Ort.

Ach ja wir haben da ein Problem bei der Fahrt nach Tschechien, unser Navi sagt an, dass wir eine Vignette benötigen, da wir mautpflichtige Straßen benutzen. An der Tankstelle war man anderer Meinung, wir haben dann sicherheitshalber eine Vignette gekauft (13 €). Bis heute ist uns nicht klar, was nun gilt.

 

 

 

 

 

 

 

Baumwipfelpfad in Lipno nad Vltavou am 21.09.2012

 

Hier in Lipno, wo der Baumwipfelpfad errichtet wurde, ist im Winter ein Skigebiet, der Sessellift bringt uns nach oben auf den Berg Kramolin. Auf einer Länge von 675 m schlängelt sich der Pfad den 40 m hohen Turm hoch, durch Fichten und Tannen, es riecht nach Holz und Wald, unterwegs kann man seine Geschicklichkeit testen, mit Hölzern Musik machen oder einfach nur die fantastische Aussicht genießen, über den umliegenden Böhmerwald, das Bergland und den Moldau-Stausee. Für ganz Mutige gibt es eine 52 m lange Rutsche abwärts.

 

Wir sind schwer beeindruckt, der Pfad ist behutsam in die Landschaft integriert.  Um auf den Berg zu kommen gibt es zwei Möglichkeiten, einmal den Lift oder einen Bus, ganz sportliche können auch zu Fuß gehen oder mit dem Mountainbike nach unten rasen, es gibt hierfür vorgesehene Strecken.

 

Preis Lift bzw. Bus hin und zurück: 80,-- CZK, (ca. 3,-- €)

Eintritt Baumwipfelpfad Erw. 150,-- CZK, (ca. 6,-- €)

www.stezkakorunamistromu.cz

 

 



 

 

 

Übernachten am Moldau-Stausee/Frymburk

Fahrt nach Budweis und Weiterfahrt nach Seiffen/Erzgebirge

 

Die Sonne geht langsam unter und wir machen uns jetzt auf die Suche nach einem Campingplatz. Ein paar Kilometer weiter werden wir fündig, Autocamp Modrin. Auf dem Platz ist nicht mehr viel los, ein einsames Wohnmobil steht auf der Wiese am See, etwas weiter unten noch einige Wohnwagen. Wir suchen uns ein nettes Plätzchen am See. Es fängt leicht an zu regnen, das Lokal am CP hat leider geschlossen, so müssen wir uns selbst verpflegen, nix mit Böhmischer Küche heute Abend.

 

Der CP ist einfach aber sauber, einige Räume sind schon geschlossen (Saisonende).

Wir zahlen für einen Stellplatz mit Strom insgesamt 390,-- CZK (ca. 16,-- €), müssen aber noch einen Adapter an der Rezeption kaufen, da unser Stecker hier nicht passt, der kostet stolze 10 Euronen!!!

 

 

Samstag, 22. Sept. 2012

 

Die Sonne hat es heute schwer, dichte Wolken und über den See ziehen Nebelschwaden, aber sie schafft es doch, es ist herbstlich kalt draußen.Irgendwann ist noch ein drittes Wohnmobil dazu gekommen.

 

Wir fahren nach Budweis, finden nach einigem Suchen auch einen guten Parkplatz für unser Wohnmobil und machen uns auf zum Marktplatz, er ist 133 m x 133 m groß, in der Mitte der Samsonbrunnen, Tschechiens größter Brunnen. Wir umwandern ihn einmal, gehen auch in kleinere Seitenstraßen. Die Häuser sind schön restauriert, man sieht ihnen das Alter nicht an. Bei einigen wurde dem stattlichen Aussehen etwas nachgeholfen und gemogelt, der 2. Stock ist durch blinde Fenster vorgetäuscht. Die bekannte Brauerei liegt etwas außerhalb, aber heute am Samstag haben wir eh keine Chance auf Besichtigung. Es ist Wochenende, auch hier in der Innenstadt sind die Läden geschlossen, so machen wir uns wieder auf den Weg, fahren Richtung Prag.

 

Da wir am Neusiedlersee einen Tag länger geblieben sind, fehlt uns dieser Tag für Prag, so fahren wir an der Stadt vorbei, leider, aber es ist ein Grund wieder zu kommen um Prag kennen zu lernen.

 

Unser heutiges Ziel ist Seiffen im Erzgebirge. In Most tanken wir noch einmal günstig, die Kronen sind jetzt alle verbraucht.

 

Noch einmal muss der Zugvogel sich quälen und die Berge hoch nach Seiffen erklimmen. In Seiffen waren wir im Mai schon einmal, diesmal wählen wir einen anderen Stellplatz, eine Empfehlung von Bekannten. Am Hotel Berghof stehen wir auf dem Parkplatz mit Blick über das Tal und nach Seiffen. Wir bekommen Stromanschluss und gehen im Restaurant des Hotels abends essen. Es ist bayrische Woche und Detlef gönnt sich eine Haxe und die erste Maß Bier seines Lebens. Dafür, dass wir hier essen, ist der Stellplatz umsonst, für Strom zahlen wir 2 €. Wir sind rundum zufrieden und satt als wir uns ins Womo begeben.

 

www.berghof-seiffen.de



 

Sonntag, 23. Sept. 2012

 

Wir schlafen heute lange, die frische Bergluft hat uns richtig müde gemacht.

 

In Seiffen fahren wir auf den Parkplatz der Sparkasse. Heute bekomm ich meinen Schwibbogen, ich freu mich riesig. Im Mai, bei unserem ersten Besuch hier, hab ich ihn entdeckt, aber nicht mitgenommen, ich hab mich hinterher so geärgert. Detlef hat ihn mir dann geschenkt, heute holen wir ihn ab und gleich noch ein paar Dinge, um die unsere Bekannten uns gebeten haben.

 

Auf dem Parkplatz spricht uns dann eine junge Frau an, sie ist ganz aufgeregt, weil sie die Silhouette auf unserem Womo erkannt hat. "Das ist Husum, ich erkenn die Tine und den Wasserturm!" Sie ist ganz aus dem Häuschen, sie ist in Husum geboren und aufgewachsen, lebt jetzt in Süddeutschland und ihr Freund musste auch noch Fotos machen.

 

Dann geht es endlich los Richtung Norden, nach Hause. Wenn wir Glück haben und alles gut geht, keine Staus sind, können wir noch heute Abend zu Hause ankommen.

 

Und es geht (fast) alles gut, nur ein Stau bei Soltau, der kostet uns 30 Minuten, um 21:30 Uhr kommen wir zu Hause an

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© Ingvild Brodersen