Zugvogel unterwegs
Zugvogel unterwegs

Erzgebirge/Vogtland

13. Mai bis 24. Mai 2012

 

 

Sonntag, 13. Mai 2012

 

Heute starten wir zu unserer ersten Tour in dieser Saison. Der Grund für diese Reise ist eine Einladung der IPA (International Police Association) Zwickau zum 20-jährigen Jubiläum. Unser Ziel für heute ist Magdeburg, dort treffen wir uns mit Kollegen von Detlef, zusammen wollen wir die Anreise nach Zwickau unternehmen.

 

Um 11:00 Uhr starten wir in Mildstedt, das Wetter ist sehr wechselhaft, vor Hamburg bekommen wir noch einen kräftigen Schauer ab, zäher Verkehr vorm Elbtunnel, war zu erwarten, Hamburg feiert Hafengeburtstag. Auf der A7 geht es Richtung Hannover, bei Braunschweig-Ost kommen wir in einen Stau auf Grund einer Baustelle.

Um 17:30 Uhr erreichen wir den Campingplatz "Barleber See" in Magdeburg. Sigrid und Viktor sind schon da, neben ihrem Wohnmobil ist noch Platz für uns. Anne und Uwe kommen gegen 19:30 Uhr mit ihrem Wohnwagen. Für heute sind wir komplett, Gerhard und Karin werden im Laufe der Nacht eintreffen und vor dem Campingplatz nächtigen. Der Platz ist sehr schön gelegen, leider können wir das nicht wirklich genießen, es ist sehr kalt, keine Chance auf einen schönen Abend vor dem Wohnmobil, die Heizung muss zur Nacht angemacht werden.

 

 

Montag, 14. Mai 2012

 

Um 10:00 Uhr haben wir einen Termin bei der Firma "Enercon" zur Besichtigung des Betriebes, Enercon stellt Windkraftanlagen her.  Bis 12:30 Uhr werden wir durch das Werk geführt, es ist äußerst interessant, wir lernen viel über diese riesigen Anlagen, sehen sie jetzt mit ganz anderen Augen, es steckt unheimlich viel "Handarbeit" in der Fertigung .Die Ausmaße sind einem vorher gar nicht bewußt gewesen. Nie hätten wir gedacht, dass in der großen Anlage  444 km (!) Kupferkabel in einer Magnetspule verarbeitet sind.

 

Nach der Besichtigung fahren wir zum Stellplatz Petriförder 1 in Magdeburg, direkt an der Elbe.  Ruth und Rolf sind auch inzwischen eingetroffen.

 

Um 14:00 Uhr startet die gebuchte Stadtrundfahrt. Die Sonne scheint und so entscheiden wir uns für das obere, offene Deck des Busses. Wir haben von hier eine gute Übersicht, wenn es auch manchmal recht frisch ist. Die Dombesichtigung mit Führung schließt sich nach der 2-stündigen Rundfahrt an, es ist saukalt in dem alten, ehrwürdigen Gemäuer, der Grabkirche Kaiser Otto I., dem ältesten gotischen Bauwerk auf deutschem Boden.

 

Nach der Dombesichtigung geht es zu Fuß weiter zum Hundertwasser-Haus, der "Grünen Zitadelle".  Ich bin absoluter Hundertwasser-Fan und kann mich gar nicht satt sehen. Ich stehe neben einem Trupp Besuchern, die von einem Guide Informationen über das Haus bekommen, dabei erfahre ich, dass der Wohn- und Geschäftskomplex über 900 Fenster hat und keines wie das andere ist, alle sind sie unterschiedlich.

 

Auf dem Rückweg zum Stellplatz kehren wir im "Petriförder" ein und stillen unseren Hunger mit wirklich sehr leckerem Essen. Wir sind alle ziemlich geschafft und fallen müde in unsere Betten. 

 



 

 

 

Die Himmelsscheibe von Nebra

Dienstag, 15. Mai 2012

 

Nach dem Frühstück starten wir Richtung Nebra. Auf der A14/Bernburg streikt unser Navi, hier ist die Autobahn ganz neu und die kennt das Navi noch nicht, aber wir merken, es geht auch anderen Fahrern so, treffen viele wieder nachdem wir umgekehrt sind und eine andere Strecke gewählt haben. Wir fahren "über die Dörfer" es geht durch eine schöne, hügelige Landschaft, herrlicher Sonnenschein begleitet uns und lässt die Rapsfelder strahlen. Die Strecke führt über die B 180: Aschersleben, Mansfeld, Lutherstadt Eisleben, Querfurt, dann die B 250 nach Nebra. Wir sind von unserer Truppe die ersten auf dem Parkplatz in Nebra, bekommen von einem Wohnmobilisten, der schon ein paar Tage dort campiert, ein paar gute Tipps. Eine kleine Verschnaufpause gönnen wir uns, bis alle eingetroffen sind und den Hunger gestillt haben. Dann geht es mit dem Shuttlebus (1 € pro Pers.) hoch bis zum Turm, der Fundstelle der Himmelsscheibe. Es ist ratsam, für den Hinweg das Shuttle zu nehmen, der Weg zum Turm geht fast ständig bergan. Die 176 Stufen im Turm haben wir auch noch geschafft,  eine tolle Aussicht auf die herrliche Landschaft haben wir von hier oben. Zurück nehmen wir den 3,5 km langen Wanderweg durch den Wald, gerade noch rechtzeitig vor dem einsetzenden Regen erreichen wir das Besucherzentrum der Arche Nebra. Dort angekommen, wird erst einmal das Café aufgesucht, Eis gegessen, Kaffee getrunken. Wir sehen uns dann auch noch den Film über die Himmelsscheibe und die Vermutungen, wie, wo und warum sie entstanden ist, an. Da der Regen inzwischen noch stärker geworden ist, nehmen wir für den Rückweg zum Parkplatz wieder den Shuttle.

 

Unsere Fahrt geht weiter nach Naumburg, B 180 über Gleina, Freyburg. Unser Navi leitet uns falsch, die Anschrift stimmt, aber leider irren wir auf der falschen Seite der Saale herum. Auf der anderen Seite des Flusses sehen wir den Campingplatz, wir müssen wenden und trotz heftigen Protestes des Navis einen anderen Weg zum CP nehmen. Beim 2. Versuch klappt es und wir finden den "Campingplatz Blütengrund" in Naumburg. Wir checken ein, platzieren uns neben Viktor's Womo, die anderen treffen nach und nach ein, wir bauen eine "Wagenburg" und machen es uns unter der Markise bei Cappuccino und Keksen gemütlich.

 

Abends sitzen wir warm angezogen und in Decken eingepackt unter der Markise in lustiger Runde zusammen und killen noch schnell mal eine Flasche "Lütt Rönnauer" Kräuterlikör. Immerhin halten wir durch bis 23 Uhr, dann verkriechen wir uns in unsere wohlig-warmen, weil beheizten, Wohnmobile bzw. Wohnwagen.

 

Mittwoch, 16. Mai 2012

 

Heute werden wir Naumburg erkunden. Uwe fährt uns mit seinem Pkw in die Stadt, er muss die Strecke zweimal fahren, bis alle vor Ort sind. Das Wetter ist zwar sonnig, aber ein kalter Wind macht es ungemütlich. Wir bummeln durch die Fußgängerzone, am Marktplatz bestaunen wir die vielen schön restaurierten Häuser. Ein kräftiger Regenschauer treibt uns dann in die "Kanzlei". In dem kleinen, gemütlichen Lokal wärmen wir uns mit heißen Getränken auf. Einige aus unserer Gruppe hören sich ein Orgelkonzert auf der Hildebrandt-Orgel in St. Wenzel zu Naumburg an, die anderen bummeln weiter durch die Straßen, in der "Kanzlei" treffen wir uns dann wieder zum Mittagsessen. Danach geht es zurück zum Campingplatz, wir gönnen uns einen ruhigen Nachmittag, abends sitzen wir dann wieder dick eingepackt zusammen unter der Markise zur "kleinen Dienstbesprechung".

 

 

Donnerstag, 17. Mai 2012

 

Unser Ziel heute ist Zwickau. Die Sonne strahlt von einem knallblauen Himmel, es tut gut, endlich mal wieder schönes, sonniges Wetter! Wir fahren über die A 9 bis zur Abfahrt "Lederhose". Diesen Ort mit dem lustigen Namen möchte ich gerne mal kennen lernen. Es ist ein kleiner, eher unscheinbarer Ort, sehr dörflich. Na gut, nun haben wir einen Schlenker durch die .... nein, den Ort Lederhose gemacht. Der nächste Halt ist dann die "Göltzschtalbrücke", die größte Ziegelsteinbrücke der Welt. Noch heute fahren Züge über diese 574 m lange und 78 m hohe Brücke. Ist schon ein beeindruckendes Bauwerk, über 26 Mio. Ziegel wurden verbaut!

Die Göltzschtalbrücke, erbaut 1846-51

Vor der Brücke findet ein kleines Volksfest statt, Musik, kleine Verkaufsstände, Spiele für die Kinder, ein Heißluftballon wartet auf die richtige Thermik, und natürlich gibt es auch Fress- und Saufbuden. Ein Roster im Brötchen für Detlef und dann geht es weiter Richtung Zwickau.

Camping auf dem Sportplatz des Polizeisportvereins Zwickau

Bei herrlichem Wetter, es ist sonnig und warm, erreichen wir den PSV-Sportplatz in Zwickau. Wir kommen als letzte der neun Mobilisten aus Nordfriesland an, stellen uns in die Reihe der Wohnmobile und Wohnwagen, hier wird für die nächsten Tage unsere Camping-Heimat sein. 

Um 17:00 Uhr beginnt der offizielle Teil des Jubiläums der IPA Vbst Zwickau.  Bis wir aber da ankommen, müssen wir noch eine Hetze zur Straßenbahn  hinter uns bringen, leider haben wir sie dann doch verpasst, so wurde dann ein Taxi angehalten, das die "Offiziellen" aus unserer Gruppe schon mal zum Treffpunkt fährt, ein Kollege des Taxifahrers sammelt dann den Rest der Truppe auf. Wir schaffen es alle rechtzeitig zur Begrüßung vor dem Achat-Hotel, hier treffen wir auch unsere "Nordsee-Biker", die mit ihren Maschinen angereist sind. Mit der historischen Straßenbahn geht es dann kreuz und quer durch Zwickau, so lernen wir ein wenig die Stadt kennen. Die Oberbürgermeisterin der Stadt hat alle Teilnehmer zu einem Empfang in das  Rathaus geladen, führt uns auch noch stolz durch dieses neue, schöne Gebäude.

 

Uns wird für den Abend ein griechisches Lokal empfohlen, wir machen uns auf die Suche und irren durch die Staßen, fragen eine Frau nach dem Weg, sie teilt uns mit, dass es diesen Griechen nicht mehr gibt, sie uns aber ein anderes griechisches Lokal empfehlen kann und führt uns auch noch dort hin. Wirklich sehr nett von ihr, wir sind froh, endlich können wir unseren Hunger stillen. Da wir mit 18 Personen in das Lokal einfallen, wird es erst einmal etwas hektisch, aber der Chef hat alles im Griff und schnell hat jeder einen Platz gefunden. Es ist ein netter Abend, gutes Essen und viel Ouzo, für den Rückweg nehmen wir Taxis, wir kennen uns in der Stadt noch nicht so aus, und bevor wir wieder durch die Straßen irren ..... Wir haben den Taxifahrer auf das griechische Lokal angesprochen, dass es nicht mehr geben soll, er hat nur gelacht und gesagt, dass er gestern dort noch sehr gut gegessen hat! Tja, so kann das gehen mit netten Leuten in einer fremden Stadt .....

 

 

Freitag, 18. Mai 2012

 

Heute müssen wir früh aufstehen, denn um 8:00 Uhr werden wir mit dem Bus zur Ergebirgsrundfahrt abgeholt. In Cranzahl steigen wir um in die historische Eisenbahn, 1897 wurde sie in Dienst gestellt. In einem Höllentempo von 25 km/h schnauft die Schmalspurbahn mehrmals am Tag die 17,4 km lange Strecke nach Oberwiesenthal und zurück. Für den Hinweg benötigt sie ca. 1 Stunde, begeistert genießen wir die Fahrt, beobachten immer wieder die dampfende Lok, wie sie uns durch eine sehr schöne Landschaft fährt. In Oberwiesenthal, der höchstgelegenen Stadt Deutschlands (893 m über NN), angekommen, nimmt uns wieder der Bus auf und bringt uns zum Fichtelberg. Hier pfeift uns ein eiskalter Wind um die Ohren, der den Aufenthalt stark verkürzt. Schnell werden ein paar Fotos geschossen, ein kurzer Blick ins Tal und dann wieder rein in den Bus. Jetzt geht es nach Oberwiesenthal zum Mittagessen in das Hotel "Jens Weißflog", hier werden wir von dem ehemaligen Skispringer-As persönlich begrüßt und jeder bekommt auch noch ein Autogramm. Weiter geht unsere Rundfahrt, in Annaberg-Buchholz machen wir Station, hier steht der Frohnauer Hammer, ein historisches Hammerwerk, das Museum ist aber geschlossen, so stöbern wir durch die kleinen Läden mit handgeschnitzten Holzsachen. Am späten Nachmittag sind wir wieder auf unserem "Campingplatz", es bleibt nicht viel Zeit zum Verschnaufen, schnell ein wenig frisch machen, umziehen und ab geht es zum Brauhaus, wo heute zu  einem Treffen mit kleinem Programm eingeladen wurde. Nachdem wir die "Mundartgruppe" überstanden haben, mit 1 Stunde absolut zu lang, hat der DJ mit guter Musik die Stimmung schnell auf Touren gebracht. Bis weit nach Mitternacht haben wir gefeiert, eine wirklich schöne Fete!!

 

 

 

 

 

Alle Fotos aus dem Horch-Museum gibt es demnächst hier mit einem Link zum Web-Album!

 

 

 

Samstag, 19. Mai 2012

 

Heute werden wir das Horch-Museum besichtigen, darauf habe ich mich schon gefreut, viele schöne Autos bestaunen, herrlich! Ich kann mich gar nicht satt sehen an all den schönen Autos, jedes, wirklich jedes, wird von mir fotografiert. Boa, da geht einem das Herz auf, so viel glänzendes Chrom und Autos, die noch ein gewisses Extra  haben, etwas Besonderes sind. Vom tollsten Audi bis zum Trabbi, Motorräder und Fahrräder, viel Technik und Geschichte. Alles kann man gar nicht aufnehmen, dazu geht es viel zu schnell. Ich bin hin und weg, könnte noch viel länger hier durch das Museum laufen, aber die Führung geht weiter und nach dem Automuseum kommt noch das Wohnhaus der Familie Horch, das liegt gleich neben dem Museum.

Danach bringt uns unser Sonderbus in die Stadt, dort bummeln wir durch die Straßen, auf dem Rückweg gönnen wir uns noch ein echt leckeres Schoko-Eis, oberlecker, Schoko bitter, mmmmhhhh!!!

Der Nachmittag wird ganz ruhig verbracht, gemeinsame Kaffeetafel im Schatten der Bäume, relaxen, ausruhen für das Fest am Abend.

Im Brauhaus findet dann das Jubiäumsfest der IPA Zwickau statt. Die Gäste überbringen ihre Grüße und Geschenke. Wir Nordfriesen bringen zusätzlich ein plattdeutsches Ständchen: "Dat Leed vun Herrn Pastor sien Kau", das haben wir am Nachmittag noch einstudiert, und dann wird das sehr reichhaltige und leckere Buffet eröffnet. Der Saal ist heute noch voller, es ist eng, stickig und heiß. Die beliebtesten Plätze sind draußen im Biergarten. So richtig in Fahrt kommen wir nach dem Essen nicht, zu viel gegessen, zu warm im Saal. Irgendwann machen wir uns dann auf den Heimweg zum PSV-Platz.

 

 

 

 

Sonntag, 20. Mai 2012

 

Heute heißt es Abschied nehmen, von Zwickau und von unseren Mitcampern. Die meisten machen sich auf den Weg nach Hause, einige fahren neuen Zielen entgegen.

Unser Tageszeil ist heute Klingenthal, aber vorher machen wir Halt in Mühlleiten bei der Sommerrodelbahn. Wir stürzen uns wagemutig mit dem Schlitten die Bahn hinab, am Ende werden wir wieder zum Ausgangspunkt hochgezogen, macht echt Spaß, und so rasen wir ein zweites Mal in die Tiefe! Gibt leider keine Fotos von uns bei der "halsbrecherischen Fahrt in die Tiefe". Danach gönnen wir uns eine kleine Stärkung und weiter geht die Fahrt Richtung Campingplatz Klingenthal. Der Weg dorthin ist sehr steil und holperig, wir zweifeln, ob das hier richtig ist, aber dann kommen wir an ein Haus mit dem Hinweis, dass hier der CP ist. Der Platz liegt mitten im Wald auf einer kleinen Lichtung, ein einsamer, unbewohnter Wohnwagen steht auf der einen Seite, wir sind ganz alleine, suchen uns einen schönen Platz und machen es uns gemütlich. Es gibt ein Sanitärhaus/Container mit WC und Duschen, versteckt hinter Bäumen, alles sehr sauber. Es ist sehr romatisch und schön hier, Vogelgezwitscher und Ruhe, nichts als Ruhe. Später kommt noch ein alter VW-Bus dazu, blau angestrichen, der Typ sieht aus wie ein alternder 68er, lange graue Haare, Kettchen um den Hals. Wir genießen die Ruhe und die Sonne, lesen und relaxen, das ist Urlaub!!

 

 

 

Montag, 21. Mai 2012

 

Vogelgezwitscher weckt uns, die Sonne scheint, ausgeruht beginnen wir den Tag mit einem Frühstück vor dem Womo. Es ist einfach herrlich hier.

Wir machen uns dann auf den Weg zur Vogtland-Arena in Klingenthal. 2006 wurde die modernste Sprungschanze der Welt eingeweiht, hier finden internationale Wettkämpfe der Skipringer statt. Mit dem Schanzenlift "Wie-Li" fahren wir von der Talstation hinauf zu Schanze. Diese Fahrt ist schon ein Erlebnis, unterwegs treffen wir unsere Mitcamper vom blauem VW-Bus wieder, sie sind schon auf der Rückfahrt von oben.

Mit dem Fahrstuhl geht es 35 m hinauf in die schwebende Aussichtskapsel am Schanzenturm. Von hieraus genießen wir einen herrlichen Blick ins Vogtland, sehen ganz weit unten auf dem Parkplatz unseren Zugvogel. Wir stehen auch an der Stelle, wo die Springer "auf dem Balken" sitzen, bevor sie Fahrt aufnehmen für ihren Sprung, ein mulmiges Gefühl kommt auf, wenn man sich vorstellt, wie sie da herunter fahren und springen.

 

 

 

Bad Elster - Marienquelle

Wir kommen mittags in dem Kurort Bad Elster an, stellen unser Womo gleich am Ortsanfang auf dem Parkplatz ab. Es ist sehr warm und wir müssen noch lange laufen, bis wir an den Anfang des Kurparks kommen. Das Café, das uns empfohlen wurde, können wir nicht finden, irren einige Zeit durch den großen Park und geben dann auf, an der Marienquelle gönnen wir uns eine Pause und beschließen, schnell wieder weiter zu fahren, hier in diesem Ort fühlen wir uns irgendwie sehr fehl am Platze.

 

Wir machen uns auf nach Tschechien, nach Skalna zur Burg Wildstein, auch ein Tipp, aber diesmal ein wirklich sehr guter. Wir stehen mit dem Womo auf dem unteren Burghof, dem Parkplatz. Die Burg selbst ist größtenteils sehr gut restauriert, an einem Teil der Burg wird noch kräftig gearbeitet. Das Restaurant ist sehr schön auf alt eingerichtet und das Bier (2) schmeckt Detlef ausgesprochen gut, ich trinke ein Glas Wein und dazu gibt es Knobi-Brot (oberlecker,) für alles zusammen zahlen wir nur 5 Euro! Wir bekommen die Erlaubnis, über Nacht mit dem Womo auf dem Parkplatz stehen zu bleiben. Abends gehen wir dann noch einmal rauf zur Burg, jetzt ist das Restaurant sehr gut besucht, ein absolut leckeres Abendessen bekommen wir hier serviert. Detlef hat sich ein Hähnchenfilet mit Käse überbacken bestellt, ich bekomme den "Böhmischen Teller", 1/4 Ente, 2 Stck. Schweinefilet, 2 Sorten Knödel, Rot- und Schmorkohl. Einfach köstlich!!!!!! Zum Schluß trinken wir noch einen Becherovka, der schmeckt uns sehr gut, wir kannten diesen Kräuterschnaps vorher nicht. Und wieder sind wir erstaunt über die günstigen Preise hier, für alles zusammen, Essen, 2 Becherovka, 3 Bier und 1 Tonic-Water zahlen wir 23 Euro!!!! Vollgefuttert gehen wir in unser Womo, wir stehen hier ganz alleine, es ist sehr ruhig um uns herum, Skalna ist ein kleiner Ort, da ist nicht viel los.

 

Burg Wildstein in Skalna, die können wir wirklich weiter empfehlen, da stimmt einfach alles, Ambiente, Essen, Getränke, Preise und nette Bedienung - alles TOP!!!!

 

 

 

Dienstag, 22. Mai 2012

 

Wir sind früh wach, frühstücken ausgiebig und machen uns dann auf den Weg nach Karlsbad. Kurz vor 9 Uhr erreichen wir den traditionsreichen Kurort Karlsbad, parken direkt am ZOB, es ist nicht weit in die Fußgängerzone, Dort kann Detlef Tschechische Kronen am Bankautomat ziehen und dann geht der Bummel los. Die Sonne scheint vom strahlend blauen Himmel, es ist heiß, wir entdecken das "Beckerovka-Museum", viele Läden, in denen wir "Karlsbader Oblaten" kaufen können. Ich liebe dieses Gebäck, als ich Kind war, war es eine absolute Spezialität, die es nur ganz selten gab. Mit einem Taxi fahren wir dann in das Kurzentrum. Wir bestaunen diese herrlichen Häuser, so liebevoll restauriert und erhalten, wunderschön ist das hier. Wir bummeln durch die "Weißen Kolonnaden" und probieren natürlich auch von dem Heilwasser. IIIgitttt! Das schmeckt fürchterlich, ganz scheußlich, metallisch, wir können gar nicht verstehen, dass die Leute hier so davon trinken können, aber wenn's ihnen hilft!!!

In der Juri-Gagarin-Kolonnade gibt es viele verschieden heiße Quellen,  am Ende der Kolonnade ist der Vridlo-Sprudel, er schießt 14 m in die Höhe und ist 72 Grad C heiß.

Wir fahren mit einem Taxi zurück zur Fußgängerzone, jetzt wird eingekauft, Becherovka und Karlsbader Oblaten, eine kleine Stärkung ist auch noch drin und dann sind unsere Kronen ausgegeben, wir verlassen Karlsbad, eine schöne Stadt, der Abstecher hierher hat sich wirklich gelohnt.

 

Unser Ziel für heute ist Seiffen, der Zugvogel muss wieder kräftig arbeiten, es geht zum Teil steil bergan, aber der Kühlerlüfter läuft, es gibt keine Probleme. Nachmittags gegen 15:30 Uhr erreichen wir den schön gelegenen Campingplatz in Seiffen. Wir ruhen uns aus, lesen und genießen die Ruhe hier. Es ist sehr warm und abends zieht ein Gewitter rüber.

 

Der Campingplatz "Ferienpark Seiffen" ist sehr zu empfehlen, Sanitäranlagen top, schön gelegen und sehr ruhig. Etwas außerhalb des Ortes, es gibt einen Shuttle dorthin, Anmeldung ist erforderlich. Die bestellten Brötchen wurden uns ans Womo geliefert.

Für eine Übernachtung mit 2 Erwachsenen, Strompauschale, Kurtaxe haben wir 22,40 € bezahlt.

 

 

 

Mittwoch, den 23. Mai 2012

 

Die Sonne strahlt vom blauen Himmel, es verspricht ein heißer Tag zu werden. Wir packen unsere Sachen zusammen und verlassen den Campingplatz, machen noch einen Abstecher in den Ort. Seiffen ist ein Spielzeugdorf, traditionelle Holzkunst gibt es hier, fast in jedem Haus ist ein Geschäft und eine Werkstatt, wo z. B. die Schwippbögen hergestellt werden. Ich bringe mir eine gescnhitzte Katze für das Küchenfenster mit, der Schwippbogen, der mir wirklich gut gefallen hat, ist preislich nicht mehr drin, 279 €, ein stolzer Preis, aber auch sehr schön gemacht.

 

 

 

Tropical Island

Donnerstag, 24. Mai 2012

 

Unser Ziel heute ist das Tropical Island bei Krausnick, wir kommen um 16:30 Uhr dort an.  Jeder von uns bekommt ein Chip-Armband, der Eintritt von 34,50 € pro Person (wir haben einen 25 %- Gutschein) wird auf den Chip gebucht, jedes Getränk, das Essen, die Auflagen für die Liegen usw. ebenfalls, das dicke Ende kommt dann beim Verlassen der Anlage, da wird abgerechnet! Alles kostet extra, Sauna, Massagen, die Show abends kostet z. B. noch zusätzlich 15,-- €, aber die sparen wir uns. Wir irren etwas in den Katakomben dort umher, bis wir den richtigen Weg in die Südsee finden. Es ist schon beeindruckend, wie toll die alles nachgestellt haben, man hat wirklich den Eindruck, in der Südsee zu sein. Wir baden, relaxen, baden, essen. Dann wechseln wir zur Lagune. Unser Plan war, hier an der Lagune bis ca. 2:30 Uhr zu schlafen und dann weiter zu fahren. Die ständig kreischenden Mädchen einer Jugendgruppe haben uns leider um unseren Schlaf gebracht, genervt haben wir kurz vor Mitternacht das Island verlassen. Nun haben wir es mal gesehen und erlebt, ist schon toll, dieses Südseeflair in Deutschland, hat aber auch seinen Preis, ich glaube nicht, dass wir noch einmal da hinfahren werden. Jetzt geht es Richtung Heimat, um 4 Uhr überkommt uns dann doch die Müdigkeit, wir machen Halt auf dem Rastplatz Stolpe, nur eine Stunde wollten wir schlafen, sind dann aber erst um 6:30 Uhr wach geworden. Nach dem Frühstück nehmen wir den letzten Teil der Rückfahrt in Angriff, um 10:30 Uhr sind wir zu Hause.

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© Ingvild Brodersen