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Zugvogel unterwegs

                    ISLAND

           Die Insel aus Feuer und Eis

26. Mai bis 24. Juni 2017

 

Island, tja wie kam ich nur auf das Reiseziel Island?

 

Lange bevor Island in aller Munde war, hat mich diese Insel schon fasziniert, dann auf einmal wird es konkreter. Mal nach Island reisen, wäre schön, aber.....

 

Dann beginnt die Überlegung, wie komme ich da hin, mit welchem Fahrzeug, was geht und was geht gar nicht. Dass Island teuer ist, wird mir schnell klar, dann habe ich abgewogen, was für mich in Frage kommt und schnell steht schon fest: egal wie, ich will da hin.

 

Mein Mann hat abgewunken, das wäre nichts für ihn, also fahre ich alleine mit meinem Wohnmobil, ich will da hin!

 

Weihnachten 2015 frage ich meinen Sohn, der schon als kleiner Junge fasziniert von Vulkanen war und heute noch ist, ob er mit mir nach Island kommt. Ich habe die Frage noch nicht zu Ende gestellt, kommt schon seine Antwort, Jaaaa!!!!

Also wird geplant, im Mai 2016 habe ich die Überfahrt mit der Fähre für Ende Mai 2017 gebucht und ab dann ist Island das Hauptthema bei mir.

 

 

 

Freitag, 26. Mai 2017

 

Bei herrlichem Sommerwetter starten wir gegen 12:00 Uhr Richtung Hirtshals in Dänemark.

Kurz hinter Flensburg machen wir einen kleinen Abstecher nach Sønderhavn/Kruså zu Annies Kiosk. Hier gibt es die besten Hot Dogs der Welt! Wir müssen 1/2 Std. anstehen, um an diese leckeren Hot Dogs zu kommen, aber egal, das sind sie wert! Mit Genuss werden sie verspeist, dann geht es weiter. Um 18:30 Uhr erreichen wir den Campingplatz in Hirtshals.

Wir spazieren über den Campingplatz, viele Fahrzeuge, die hier stehen, werden wir morgen auf der Fähre wiedertreffen. Auf einmal kommt dichter Seenebel auf und alles verschwindet in dieser grauen Masse. Später lichtet sich der Nebel genau so schnell, wie er gekommen ist, wir bekommen noch einen herrlichen Sonnenuntergang zu sehen.

Samstag, 27. Mai 2017

 

Rechtzeitig machen wir uns auf den Weg zum Fähranleger der Smyril-Line. Es stehen schon viele Fahrzeuge vor uns, wir müssen aber noch lange warten, bis der Check-in öffnet. Alexander wird mit dem Shuttlebus zur Fußgängerbrücke gebracht, ist schon lange vor mir auf der Fähre. Ich warte noch über 1 Std. bis ich auf die Fähre fahren kann, es geht eine steile Rampe hinauf auf Deck 4. Die Fahrzeuge stehen dicht an dicht und ich muss mich beeilen, damit ich vom Autodeck komme. Schnell finde ich unsere Kabine auf Deck 5, stelle nur meine Sachen ab und gehe zu Alex auf das Außendeck, um von dort die Abfahrt aus Hirtshals zu beobachten. Mit 1 Std. Verspätung legt die Norröna dann endlich um 16 Uhr ab.

 

Neugierig erkunden wir das Schiff und landen hungrig im Bistro, wo wir uns leckere, aber teure, Sandwiches gönnen. Abends sitzen wir in der Bar, es ist Happy Hour und bei Cola Rum sehen wir uns dort auf dem großen Bildschirm das DFB-Pokal-Finale Dortmund gegen Frankfurt (2:1) an. Die See ist ziemlich ruhig, ein leichtes Schaukeln wiegt uns ins den Schlaf.

Sonntag, 28. Mai 2017

 

Wir frühstücken in der Kabine, haben dafür alles in der Kühlbox mitgebracht. Draußen hat sich das Wetter total verändert, dichter Nebel, es ist sehr stürmisch geworden und kalt. Am Nachmittag umfliegen viele Vögel das Schiff, es sind Basstölpel und sie werden von vielen Leuten fotografiert. Manche sind mit Kameras ausgerüstet, da kommt man aus dem Staunen nicht heraus, Objektive groß wie Kanonenrohre, oh Mann, daneben bekommt man ja beinahe Komplexe mit der kleinen Kamera! 

Später verschwindet der Nebel, der Seegang wird etwas stärker. Gegen 16 Uhr können wir die Shetland-Inseln sehen.

Wir sind viel draußen an Deck, obwohl es mitunter nass ist und immer stürmisch und kalt. Es gibt genug Plätze, wo man geschützt sitzen kann.

In der Bar wird ein Film über die Färöer gezeigt, den ich mir gerne ansehe, obwohl ich den schon im Fernsehen bei Mare TV gesehen habe. 

Nach der Happy Hour in der Bar  machen wir es uns in der Kabine gemütlich, ich lese, Alex guckt Videos und TV.

 

Montag, 29. Mai 2017

 

Um 04:00 Uhr in der Frühe wird in 4 Sprachen über Kabinenlautsprecher die Ankunft in Torshavn auf den Färöern mitgeteilt!!! Oh Mann, wir sind so aus dem Schlaf gerissen worden, wissen erst gar nicht, was los ist. Na ja, nun sind wir schon mal wach und Alex geht dann mal an Deck rauchen und kann ein tolles Sonnenaufgang-Foto schießen.

Um 07:30 Uhr verlassen wir das Schiff, Landgang bis 13:00 Uhr. 

Gleich neben dem Fähranleger ist eine alte Festungsanlage aus dem 16. Jh., die später auch als Militärstützpunkt genutzt wurde. Die Festungsmauern und ein paar Kanonen erinnern noch an die Vergangenheit. Danach gehen wir in den kleinen Ort, gucken uns die historischen Gebäude in der Nähe des Hafens an. Die falunroten Häuser sind die Regierungsgebäude, sie stehen auf den flachen Felsen, wo einst die Thingstätte war.

Wir bummeln durch die engen Gassen und Winkel zwischen den historischen Holzhäusern, die zumeist Grassodendächer tragen. 

Ein richtig gutes Frühstück genießen wir in einem kleinen Café, hier treffen wir viele Mitreisende von der Fähre. Dann laufen wir noch am Hafen entlang, kommen gegen 12 Uhr wieder an der Festung vorbei. Hier verweilen wir noch eine Zeitlang bevor wir um 12 Uhr wieder auf die Fähre gehen. Um 14 Uhr legt die Norröna wieder ab, wir bleiben so lange draußen an Deck, bis wir die Inseln nicht mehr sehen können.

Das für heute Abend im voraus gebuchte Essen im "Diner" hat uns leider nicht überzeugt. Es ist weder schmackhaft noch warm. Schade, wir hatten uns darauf gefreut.

 

Osten und Südosten

 

Ankunft auf Island - Hengifoss - Djúpivogur - Jökulsarlón - Skaftafell - Svartifoss -

Fjadágliúfir Schlucht - Skogafoss - Eyjafjallajökull

Süden

 

Westmänner-Inseln - Goldene Kreis - Reykjavik - Hafnarfjördur

Westen

 

Halbinsel Snæfellsness: Saxhóll - Leuchtturm Öndverdanes - Snaæfellsjökull

Norden und Nordosten

 

Glaumbær - Akureyri - Husavik - Walbeobachtung - Godafoss - Asbyrgi - Eyjan -  Myvatn - Grjótagjá - Dimmuborgir - Námaskard Solfatarengebiet - Hverir - Dettifoss - Selfoss - Egilstadir - Seydisfjördur - Abschied und Rückfahrt 

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© Ingvild Brodersen