Zugvogel unterwegs
Zugvogel unterwegs

Niederlande

vom 1. bis 9. Juni 2014

 

 

Sonntag, 1. Juni 2014

 

Von Dülmen fahren wir Richtung Nijmegen. Eigentlich ist ein Stopp in Hertogenbosch geplant, aber Navigator und Navi streiten sich mal wieder, welche Abfahrt es nun sein soll und schwupp, verpassen wir die richtige und so fahren wir an der Stadt vorbei. Auf dem Weg zum "De Biesbosch Nationalpark" fahren wir an endlos langen Gewächshausreihen vorbei, hier reifen vermutlich die "leckeren" Wassertomaten". In Drimmelen parken wir das Wohnmobil auf einem Parkplatz am Ortseingang und schlendern in den Ort. Im Informations-Zentrum erkundigen wir uns nach einem Campingplatz, danach gibt es in einem Café am Hafen noch Kaffee und lecker Apfelkuchen. Herrlich, all diese Segler und Yachten in der Marina, aber im Hintergrund sehen wir etwas, das sehr störend auf uns wirkt. Anfangs dachten wir, es ist ein Atomkraftwerk, wir haben nachgeforscht, es ist ein Kohlekraftwerk, das passt überhaupt nicht in diese schöne Landschaft. Inzwischen ist es richtig schön warm geworden und wir machen uns auf zum Campingplatz, der etwas außerhalb inmitten der Polderlandschaft liegt, die sehr unserer nordfriesischen Heimat ähnelt. Es ist sehr ruhig hier, ein paar Dauercamper sind noch da.

Wir machen es uns gemütlich, das Wetter lässt es zu, dass wir noch eine ganze Weile draußen vor dem Wohnmobil sitzen können.

 

 

CP Drimmelen: die Sanitäranlagen sind ziemlich neu und sehr sauber, es gibt je 4 Duschen und WC's, die nicht nach D und H getrennt sind. Außerdem kann man Räder ausleihen und sein eigenes Rad im Schuppen sicher unterstellen.

Preis pro Nacht 16,-- €, einschl. Strom, Dusche und Kurtaxe.

www.ouddrimmelen.nl

 

Tages-km 259

Montag, 2. Juni 2014

 

Wir haben prima geschlafen, die Sonne lacht vom blauen Himmel und es ist warm. Frühstück draußen vorm Wohnmobil, ein wenig Zeit zum Relaxen bleibt uns noch, dann geht es weiter, unser heutiges Ziel ist Kinderdijk.

 

Die Straßen, die wir heute fahren, sind sehr schmal, es ist nicht immer einfach mit dem Gegenverkehr. Dann geht es nicht weiter, wir müssen eine Fähre nehmen. Ich bekomme Panik, weil es ziemlich steil herunter zur Fähre geht und der Abstand vom Hinterrad zum Heck von unserem Wohnmobil doch sehr lang ist. Detlef sieht das natürlich anders, aber natürlich setzen wir mit dem Heck auf als wir auf die Fähre fahren. Ich bin sauer, keine Fähre mehr!!!! Trotzdem leitet uns das Navi (oder war es der Navigator???) wieder zu einer Fähre, diesmal setz ich mich durch und wir drehen um und machen einen ziemlichen Umweg um an unser Ziel im Nationalpark zu kommen.

 

Der NP "De Biesbosch" ist eines der wenigen Süßwassergebiete mit Gezeiten, die es auf der ganzen Welt gibt, es bildet ein Delta von ungefähr 8.000 ha, weist eine besondere Flora und Fauna auf.

www.holland.com/de/tourist/artikel/de-biesbosch-2.htm

de.wikipedia.org/wiki/Nationalpark_De_Biesbosch

Mittags erreichen wir das Biesbosch-Museum, gönnen uns eine kleine Pause, wir entscheiden uns spontan um 15 Uhr mit dem Schiff vom Museum eine Tour durch den Nationalpark zu unternehmen. Wir können leider nicht viel von dem verstehen, was der Guide erzählt, aber es ist trotzdem sehr interessant und uns machen solche Touren viel Freude.

Die Fahrt dauert 1 Stunde und kostet pro Erwachsenen 10,-- €.

 

 

 

 

 

Danach fahren wir zu den Mühlen nach Kinderdijk, wir suchen verzweifelt ein Einkaufszentrum und einen Campingplatz, irren durch den kleinen Ort. Dann finden wir endlich ein kleines Einkaufszentrum, wir fragen dort an der Kasse nach einem CP, aber niemand kann uns helfen.  An einer Tankstelle ein paar Straßen weiter bekommen wir dann eine Adresse, die wir anfahren. Die Straße dorthin liegt oben auf dem Deich und die Abfahrt zum CP geht ziemlich steil runter, hoffentlich kommen wir da wieder rauf!!!

 

Wir stehen dann vor der geschlossenen Schranke, niemand kommt zum Öffnen. Wir suchen jemanden, der uns aufmachen kann, aber es dauert eine ganze Weile, bis dann der CP-Besitzer mit dem Rad ankommt und alles weitere regelt. Rund um den Platz gibt es Wiesen, auf denen Vieh und Schafe grasen. Es ist sehr ruhig hier, ein kleiner Bachlauf liegt an der einen Seite des Platzes. Gleich vorne gibt es einen überdachten Spültisch mit heißem und kaltem Wasser. Die sanitären Anlagen sind großzügig und sehr sauber.

www.landhoeve.com

 

Tages-km 109

sieht von hier gar nicht so steil aus, wie es in Wirklichkeit ist
Der fleißige Hausmann
ein schönes Plätzchen für uns

Dienstag, 3. Juni 2014

 

Heute Morgen ist der Himmel grau, trotzdem starten wir zu einer Radtour zu den Mühlen von Kinderdijk.

 

Nirgendwo auf der Welt findet sich eine so charakteristische Mühlenlandschaft wie in Kinderdijk. In unmittelbarer Nähe voneinander stehen dort 19 Wasserwindmühlen, und zwar 8 Mühlen vom "Nederwaard", 8 Mühlen vom "Overwaard", 2 Mühlen des Polders "Nieuw-Lekkerland" und 1 Mühle des Polders "Blokweer".

Die Kinderdijk-Mühlen stehen in der Polderlandschaft namens Alblasserwaard. Wie die meisten Teile Hollands liegt sie unter dem Meeresspiegel. Die 19 Windmühlen dienten dazu, das Wasser aus dem Polder in den höheren Wasserlauf der Lek zu pumpen. Inzwischen sind die Windmühlen durch vollautomatische Wasserpumpstationen ersetzt worden. Doch die Windmühlen sind noch voll betriebsfähig und wenn es der Wind zulässt, drehen sich ihre Flügel im Winde.

Ich besichtige die Museumsmühle, der Eintrittspreis von 6,50 € pro Person ist heftig, allerdings ist eine Multiscreen-Filmvorführung enthalten, auf die ich verzichte, dazu müssten wir wieder zurück fahren, das würde unseren Zeitplan dann doch sehr durcheinander bringen, und dann ist uns nicht klar, ob es auch in deutscher Sprache gezeigt wird.

 

http://www.kinderdijk.de/m%C3%BChlen/

 

Es ist eine schöne Strecke, die wir mit dem Rad zurück legen, rechts und links von uns die Mühlen,  immer wieder machen wir Halt und können uns gar nicht satt sehen. Am frühen Nachmittag kommen wir wieder am CP an, haben eine Rundtour von gut 16 km gemacht. Jetzt haben wir uns eine Pause verdient, die Sonne kommt durch die Wolken und es wird sehr warm.

Abends sitzen wir draußen vor dem Wohnmolbil bei einem Gläschen Wein, dann ziehen wieder Wolken auf, es wird kühler und wir verziehen uns ins Womo.

 

Mittwoch, 4. Juni 2014

 

Der Himmel zeigt sich heute Morgen grau, dunkelgrau. Ein leichter Nieselregen setzt ein, macht uns den Abschied leichter.

 

Detlef zeigt mir, dass meine Befürchtungen, unser Zugvogel würde die steile Auffahrt nicht schaffen, nicht zutreffen. Souverän fährt er mit dem Womo die Auffahrt hoch, überhaupt kein Problem. Ich kann die Augen wieder aufmachen, durchatmen und dann geht es unserem neuen Ziel entgegen - Gouda!

In Gouda schlängeln wir uns durch den Ort, finden recht schnell "Klein Amerika". Der Stell- und Parkplatz liegt nur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt, großzügig angelegt, sauber, Ver- und Entsorgung kostenlos! Übernachtung kostet 8,-- €, wir zahlen die Parkgebühr, da wir nur ein paar Stunden hier mit dem Womo stehen werden.

Wir schlendern durch die Fußgängerzone, dann kommen wir ins Zentrum, hier stehen viele Verkaufsstände - Wochenmarkt. Wir wundern uns, überall ist geschmückt, orange soweit das Auge reicht, Fahnen, Fähnchen, Girlanden. Was ist hier denn los??? Wir vermuten ein Stadtfest o.ä., sehr viel später kommen wir erst drauf: Die Niederländer rüsten auf, für die Fußballweltmeisterschaft!!!!!

Es fängt immer wieder an zu nieseln, das mindert die Lust am Bummel durch die Stadt. In der Fußgängerzone decken wir uns dann in einem Geschäft mit  Goudakäse ein, viele, viele Sorten könnte man hier mitnehmen. Wir probieren uns durch und zwei, drei kleine Goudas dürfen mit.

Wir gehen zurück zum Stellplatz und machen uns auf Richtung Amsterdam.

 

Wir kommen gut auf der Autobahn  E 19 voran, und dann geht es wieder los, das alte Spiel! Wieso sind wir auf einmal kurz vor Alkmar?????? Navi und Navigator geben sich gegenseitig die Schuld am Schlamassel. Also neue Eingabe ins Navi, ich (am Steuer) fahr meinen Adrenalinspiegel wieder runter, umkehren und dann endlich Richtung Amsterdam, City Camping.

 

Amsterdam City Camping ist ein ganz neuartiger und moderner Campingplatz/Stellplatz speziell für Wohnmobile in Amsterdam, neben der bekannte NDSM-Werft, günstig gelegen zum Zentrum. Wir zahlen am Automaten unsere Gebühr für eine Übernachtung, insges. 19,20 €, einschl. Strom und Kurtaxe. V/E, Dusche und sanitäre Anlagen gibt es hier nicht. Auf dem Platz können ca. 50 Mobile stehen, ist vollständig eingezäunt und videoüberwacht.

http://www.amsterdamcitycamp.nl

 

Tages-km 166

 

 

 

Im Internet steht, dass man innerhalb von 5-10 Min. im Zentrum ist, ein kurzer Spaziergang und dann mit der Fähre. Wir haben wesentlich mehr Zeit gebraucht, gut, wir sind nicht so schnell zu Fuß, haben uns auf dem riesigen Gelände (altes Werftgelände?) nicht zurecht gefunden, sind immer wieder falsch gelaufen. Dann fängt es auch noch an zu regnen, langsam sinkt die Vorfreude auf Amsterdam. Endlich finden wir den richtigen Weg, eine Ausschilderung hätte geholfen, aber die gibt es leider nicht. Dann sind wir auf der Fähre, steigen nach 15 Min. direkt an der Centralstation aus und sind dann auch schon im Zentrum.

Die Fähre ist kostenlos und man kann prima mit dem Fahrrad hier übersetzen, das haben wir leider zu spät erkannt.

 

Wir suchen eine Touristinformation, finden sie nicht. Bummeln dann eine Shoppingmeile entlang, ist kein Vergnügen, alles Baustelle, laute Maschinen hämmern ohne Unterlass, es regnet immer mal wieder. Auf dem Rückweg nehmen wir eine andere Straße und landen im Rotlichtmillieu! Interessant, die Läden, speziell die Coffeeshops, neugierig seh ich mir die Auslagen in den Schaufenstern an. Letztendlich kommen wir wieder am Bahnhof an, hier sind auch die Anleger für die Grachtenfahrten. Wir entern ein Boot und lassen uns 1 Stunde durch die Grachten fahren, sehen können wir nicht wirklich viel, es regnet kräftig, die Scheiben sind nass und beschlagen. Amsterdam zeigt sich für uns von keiner schönen Seite, leider.

Nach der Rundfahrt sind wir unentschlossen, was wir jetzt unternehmen sollen. Schlendern über den Bahnhofsvorplatz und entdecken dann die Touristinformation. Toll, die ist jetzt um 18:00 Uhr schon geschlossen.

Wir entscheiden uns für das Hard Rock Café, können aber als Provinzler nicht den Fahrplan der Tram enträtseln. So spendiert Detlef ein Taxi dorthin. Leckeres Essen lässt unsere Laune wieder etwas steigen, Detlef kauft im Shop noch das obligatorische Glas als Andenken und dann schaffen wir es doch tatsächlich, mit der Tram zurück zum Bahnhof zu fahren. Mit der Fähre geht es zurück an das andere Ufer. Auf dem Weg von der Fähre zum CP bekommen wir es dann so richtig dicke von oben. Der Himmel hat die Schleusen geöffnet und wir erreichen völlig durchnässt unser Wohnmobil. Wir "legen uns trocken" (meine Schuhe sind nach 3 Tagen noch nicht wieder getrocknet), genießen noch ein Gläschen Wein zum Tagesabschluß und wollen diesen Tag einfach nur abhaken.

 

mmmhhh, das weckt Kindheitserinnerungen, Hagelslag aus Schokolade, vor über 50 Jahren in Alkmaar kennen- und liebengelernt!!!!

Donnerstag, 5. Juni 2014

 

Wir verlassen Amsterdam und fahren Richtung Volendam. Wir stellen unser Womo auf dem Parkplatz gegenüber der Touristinformation ab. Dort besorgen wir uns  einen Ortsplan und werden darauf aufmerksam gemacht, dass wir unser Womo auf dem Parkplatz nicht abstellen dürfen, es werden Kontrollen gemacht und das würde teuer werden. Wir machen, dass wir weg kommen und fahren auf den Parkplatz für Camper, am anderen Ende des Ortes, in der Nähe der Marina. Dort liegen viele, viele schöne Segelschiffe und es gibt hier eine kleine Siedlung mit Ferienwohnungen. Dann schwingen wir uns auf unsere Räder und auf geht's  zum Hafen, ist doch noch eine ganze Strecke zu fahren. Das Wetter wird immer besser, wir stellen die Räder ab, hier ist viel los, viele, viele Touristen tummeln sich hier. Wir bummeln die Fußgängerzone entlang, kaufen noch einmal Käse und suchen uns ein Plätzchen fürs Mittagessen. Im Hafen liegen ein paar "Piratenschiffe", ein paar Boote und Segler, alles ist hier sehr auf den Tourismus ausgerichtet.

 

Kuckucksuhren habe ich jetzt hier nicht erwartet .....

Das hat uns erstaunt: ein Kreisverkehr mit Ampelregelung!

Zurück geht's zum Womo, gerade hat Detlef die Räder festgeschnallt, da fallen schon wieder die ersten Regentropfen, da haben wir ja noch mal Glück gehabt. Wir starten jetzt nach Alkmaar.

Wir erreichen den Campingplatz in Alkmaar am Nachmittag, checken ein und gönnen uns erst einmal eine schöne Kaffeepause. Dann wollen wir mit dem Rad ins Zentrum von Alkmar fahren, haben dann aber doch wieder Probleme mit der Orientierung, aber nach ein paar Irrungen und Wirrungen finden wir dann doch in das Zentrum. Wir bekommen beim Bummel durch die Innenstadt noch einen kräftigen Regenschauer ab, zum Glück finden wir einen trockenen Unterschlupf.

Abends machen wir es uns im Womo gemütlich und freuen uns auf den morgigen Tag, dann ist Kaasmarkt in Alkmaar!

 

Der Campingplatz liegt im Grünen am Rand von Alkmar, es ist sehr ruhig hier, sauber und ordentlich, von hieraus kann man günstig zu Fuß oder mit dem Rad ins Zentrum gelangen. Mit dem Rad, wenn man gleich den Weg findet, ca. 10 Min.

Für Wohnmobile ist ein Areal abgeteilt vom CP.

Campingplatz Alkmaar:www.campingalkmaar.nl

Pro Nacht 22,-- € einschl. 5 Kw Strom, W-Lan 3,50 €, Dusche 0,50 €

 

Tages-km 68

Freitag, 6. Juni 2014

 

Herrlich! Die Sonne scheint und wir machen uns auf zum Kaasmarkt. Wir sind um 9:30 Uhr am Marktplatz, es sind schon viele Menschen da, aber wir bekommen noch einen guten Platz in der Nähe der Waage. Nach einer Begrüßung geht das Spektakel los, es wird gehandelt, getragen, gewogen, verladen, alles immer im Trapp, es muss schnell gehen.

Mittags ist dann alles vorbei, auch die Stände rund um den Kaasmarkt sind abgebaut. Wir entscheiden uns jetzt für eine Grachtenrundfahrt. Wir haben viel Spaß während dieser Fahrt, der Guide ist locker drauf, auch die anderen Fahrgäste sind eher von der fröhlichen Fraktion und so wird es eine sehr kurzweilige Angelegenheit, besonders wenn das Boot unter Brücken hindurch fährt, wo es so niedrig ist, dass wir uns fast bis auf den Boden beugen müssen.

Der Ausruf:  "Vorsicht! Ihre Köpfe!" kommt des öfteren in mehreren Sprachen und wird unter Gejohle und Gelächter gerne befolgt.

Nach einer kleinen Stärkung fahren wir mit dem Rad zum Beatles Museum. Wir sehen uns die Auslagen an, es gibt viele alte Schallplatten, Noten- und Textbücher, nicht nur von den Beatles, Klamotten, Bücher und Souvenirs.

Ach ja, das waren noch Zeiten!!!!

Eintritt: 2,50 € p.Pers. www.beatlesmuseum.nl

Jetzt wollen wir noch unbedingt zum "Rudi-Carell-Platz", der Entertainer ist hier in Alkmaar geboren und man hat ihm zu Ehren eine Büste hier aufgestellt. Der "Platz" liegt ziemlich versteckt, mit Hilfe eines Stadtplans ist er aber zu finden.

Wir suchen uns einen Bäckerladen und decken uns mit Brötchen und lecker, lecker Erdbeerkuchen ein. Auf dem Rückweg kommen wir am Rathaus vorbei, eine Hochzeit findet hier statt, ein ungewöhnliches, aber sehr orginelles Hochzeitsauto wartet da.

Wir radeln zum Campingplatz, sind rechtzeitig zur Kaffeezeit am Wohnmobil angekommen und dann genießen wir in der Sonne den köstlichen Kuchen und relaxen für den Rest des Tages. Abends probieren wir von unserem Gouda aus Gouda, mmmhh, der schmeckt uns!

Samstag, 7. Juni 2014

 

Die Sonne strahlt vom blauen Himmel, wir checken aus und fahren Richtung IJsselmeer, Den Helder ist unser Ziel, hier planen wir einzukaufen, den Kühlschrank aufzufüllen und vielleicht noch etwas shoppen zu gehen. Aber schon die Ankunft in der Stadt lässt Schlimmes ahnen. Baustellen, überall Baustellen und gesperrte Straßen. Wir irren umher und finden dann endlich am Bahnhof einen Parkplatz. Wir machen uns auf die Suche nach einem Lebensmittelgeschäft, finden aber nur in der Einkaufsstraße einen Laden der von allem etwas führt und ganz hinten dann auch ein kleines Sortiment mit Lebensmitteln. Wir finden nur wenig von dem, was wir eigentlich benötigen, gehen dann noch über den kleinen Obst- und Gemüsemarkt und decken uns mit Vitaminen ein.

Weiter geht es nach Den Oever. Dort gibt es ein Restaurant, "De Dikke Bris" über das in einem Fernsehbericht über das Isselmeer berichtet wurde

(NDR mare TV). Wir kommen kurz vor 13 Uhr auf dem Parkplatz des Lokals an, ein Schild mit den Öffnungszeiten sagt uns dann, dass erst um 16 Uhr geöffnet wird. Tja, da haben wir ja noch reichlich Zeit. Wir fahren also zurück in den Ort und halten bei der Touristinfo, wo wir den Tipp für einen Stellplatz direkt am kleinen Hafen von Den Oever bekommen. Den gucken wir uns an und werden nach dem Essen dort einen Platz einnehmen. Bei der Fahrt durch den kleinen Ort können wir sehen, wie die Niederländer für die Fußball-WM aufrüsten, da streicht einer sogar sein komplettes Haus organge an!!

 

Wir fahren zum Parkplatz von "De dikke Bris" und schlendern durch die kleine Marina, bei den Ferienhäusern am Anleger vorbei, dann endlich ist es soweit, wir sind die ersten Gäste, aber es dauert nicht lange, da kommen dann weitere.

Das Lokal ist urig eingerichtet, viel Schnick-Schnack rund herum und auch von der Decke hängt die sehr spezielle Deko, aber das macht die Atmosphäre hier aus. Die Speisekarte ist wie eine Zeitung aufgemacht, es dauert, bis wir das rausgefunden haben. Natürlich alles in Niederländisch, für uns recht schwierig. Wir bestellen und bekommen dann ein äußerst leckeres Essen (siehe Foto).

"Viermaal is zeker ... scheepsrecht"

drie soorten gebakken vis en als vierde man, een gambaspiesje, met een ravigotesausje

Oberlecker..... Keine Ahnung, was das alles bedeutet, ich hab einfach das Gericht bestellt, welches der Moderator des Fernsehberichtes hatte, das war eine gute Wahl!!!!!

Detlef hat einen Caesar-Salat bestellt, das war nicht schwer zu übersetzen! Zum Glück hatte er nur den Salat, denn mein Essen war so reichlich, da musste er dann mal wieder helfen!

 

De Dikke Bris liegt im Yachthafen von Den Oever, ein Besuch dort lohnt sich wirklich!!!

www.dedikkebries.nl

De Dikke Bris

Nach dem üppigen Essen fahren wir zum Hafen auf den Stellplatz, mittlerweile haben sich hier schon mehrere Wohnmobile eingefunden. Wir stellen uns dazu, nach dem alles geregelt ist, freut sich Detlef auf ein Bier, das er am Kiosk mit Imbiss am Hafen holen will. Aber er hat Pech, dort darf kein Alkohl verkauft werden.

 

Der Stellplatz liegt direkt am Hafen, es gibt ein Sanitärgebäude mit WC's und Dusche, Ver- und Entsorgung ist möglich. Preis pro Nacht einschl. Strom, Dusche, WC und VE 10,-- €

 

Tages-km 86

 

Sonntag, 8. Juni 2014 (Pfingsten)

 

Nachts ist ein kräftiges Gewitter über uns hinweg gezogen, morgens noch viele Wolken, aber verhältnismäßig warm.

Wir fahren über den Abschlußdamm, rechts davon das IJsselmeer, links die Nordsee. Am Info-Point halten wir an und sehen uns die Anlage an.

 

 

Der nächste Halt ist in Makkum, ein kleiner Ort am IJsselmeer. Hier bekomme ich dann auch endlich die lang gewünschten Poffertjes und Detlef isst einen leckeren Apfelkuchen. Nach dieser Stärkung spazieren wir am Hafen entlang, für einen weiteren Streifzug durch den Ort kann Detlef sich nicht begeistern. So bleibt er auf einer Bank sitzen und wartet, ich schlender alleine durch Makkum und entdecke viele schöne Plätze.

 

 

Wir kommen dann nach Workum, bei unserem Spaziergang durch den Ort kommen wir auch zum Huismann-Museum, der berühmte Kunstmaler, Zeichner und Cartoonist ist in diesem Ort geboren. Ich muss unbedingt in das Museum, Sigrid, meine Bekannte hatte mich gebeten, von hier etwas mitzubringen, falls wir nach Workum kommen. Gleich im Eingangsbereich des Museums gibt es Drucke in allen Größen und Bücher zu kaufen. Drei kleine Drucke in Postkartengröße nehme ich mit und bekomme an der Kasse noch einen dicken, kostenlosen Katalog für Sigrid.

 

Wo werden wir heute Abend einen Campingplatz finden? Es ist Pfingsten und es scheint, als ob alle Niederländer unterwegs, d.h. campen sind. Auf gut Glück fahren wir Richtung Sneek, in Terherne hat unser Navi einen CP angezeigt, der am See (Sneeker Meer) liegt. Wir haben Glück und bekommen einen Platz. herrlich!

Wir richten uns ein und relaxen. Dies ist unser letzter Abend, morgen geht es über Wilhelmshaven (Zwischenstop bei Detlef's Tochter) nach Hause.

 

Strandcamping Terherne

großzügig angelegter, großer Platz am Sneeker Meer, neues, großes Sanitärgebäude, sehr sauber

www.strandcamping.nl

Preis pro Nacht 18,50 €, Strom 3,25 €, Dusche 0,50 € (Marken)

 

Tages-km 102

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© Ingvild Brodersen