Zugvogel unterwegs
Zugvogel unterwegs

Mit dem Wohnmobil durch Süd-Norwegen

30. Mai bis 10. Juni 2010

Hirtshals Camping

Sonntag, 30.05.10

 

Um 13:00 Uhr starten wir in Mildstedt bei Husum in  Richtung Flensburg. Das Wetter ist unbeständig, 15 Grad C.

Kurz hinter Flensburg erreichen wir die dänische Grenze, auf der E 45 fahren wir über Kolding, Vejle, Arhus, Randers bis Aalborg, von dort geht es auf der E 39 weiter bis Hirtshals. Inzwischen hat es angefangen zu regnen, es ist sehr windig und kalt. Unser Zugvogel schnurrt ab, man könnte meinen, der freut sich auf Norwegen. In Arhus ist Fahrerwechsel, Detlef übernimmt das Steuer. Er heizt den Zugvogel mal richtig, aber das kostet dann auch viel Sprit, ab jetzt nur noch gemäßigtes Tempo!

Um 18:45 Uhr erreichen wir den Campingplatz in Hirtshals, Heinke und Karsten haben uns schon erwartet, sie sind seit Freitag hier. Leider ist es zu nass und kalt um draußen zu sitzen, so machen wir es uns in Longo's Womo gemütlich und planen den morgigen Tag und die erste Strecke durch Norwegen.

Der Campingplatz am Leuchtturm ist sehr schön, gute Sanitäranlagen, für eine Übernachtung (2 Pers.) incl. Strom zahlen wir 25 Euro. Außerdem liegt er sehr günstig zum Fähranleger, nur eine kurze Strecke am Hafen entlang.

Montag, 31.05.10

 

Das Wetter ist heute sonnig und warm. Wir verlassen den Campingplatz um 10:00 Uhr und fahren zum Fähranleger. Beim Einchecken dann der Schreck - ist unser Womo höher als 3 m, wegen der Box auf dem Dach???? Alles geht gut, wir werden so ziemlich als letzte auf die Fähre gelotst, kein Problem mit der Höhe.  Pünktlich um 11:45 Uhr legt die Fjord Cat ab, wir kommen nach 2 1/4 Std. in Kristiansand in Norwegen an. Detlef hat das Womo auf die Fähre gefahren, vorwärts, ich fahre es wieder runter, Pech, ich muss rückwärts fahren, aber es geht gut, ich habe einen guten Einweiser! Bei sonnigem Wetter fahren wir auf der E 39 bis Algard, dann die 45 bis Ottedal, auf der 508 geht es bis Leuwik. Hier setzen wir mit der Fähre über den Hoegsfjord nach Oanes, ein kleines Stück geht es am Lysefjord entlang bis nach Joerpeland, unserem heutigen Ziel.

Wir sind begeistert von dieser schönen, abwechslungsreichen Landschaft, machen immer mal wieder einen Halt zum Schauen und Fotografieren.

Wir erreichen den Campingplatz "Preikestolen Camping" in Joerpeland um 21:30 Uhr, ein paar Biker aus Nordfriesland haben auch ihr Lager hier aufgeschlagen, begrüßen uns freundlich. Wir freuen uns auf einen schönen Abend, der Grill wird angemacht und das Essen schmeckt, leider ärgern uns dann die Mücken und als die Sonne verschwindet, wird es bitterkalt. Wir verziehen uns ins Womo, testen noch den "Hot Spot", (klappt prima hier) und dann geht es ab in die Falle, morgen wird gewandert, Abenteuer Preikestolen wartet auf uns.

Preikestolen Camping, ein sehr schöner Platz, gute Sanitäranlage, für Wanderungen zum Preikestolen günstig gelegen. Eine Übernachtung (2 Pers.) mit Strom kostet 280 NOK (40 €).

Preikestolen Camping

 

Dienstag, 01.06.10

 

Um 10:00 Uhr verlassen wir den Campingplatz und fahren zur Preikestolen-Hütte, wild entschlossen, die "Besteigung des Preikestolen" in Angriff zu nehmen. Ich weiß heute noch nicht, was mich veranlasst hat, diesen Felsen zu erklimmen, ich, bekennender Couchpotatoe, Anti-Wanderer und Flachlandtiroler, Rentnerin mit Arthrose im Knie. Vielleicht waren es auch die Hinweise in meinen Reiseführern und die Reiseberichte im Internet, die mich dazu ermuntert haben: ".... auch für ungeübte Wanderer geeignet!" Tja, und ich hab's dann geglaubt und bin dann los, mit Männe an meiner Seite. Er will mich nicht alleine auf diese (Tor-)Tour  gehen lassen. Ich bin mir aber sicher, dass ich, wenn ich alleine gewesen wäre, spätestens nach 1/2 Stunde wieder umgekehrt wäre! Um 11:15 Uhr beginnen wir den Aufstieg, am Anfang ist der Weg noch nicht so uneben, aber schon nach einer Weile wird es heftiger. Zwischendurch dann mal wieder ein Stück einfachere Wegstrecke, aber so nach einer knappen Stunde geht's dann richtig los. Bergsteigerqualitäten werden hier gefordert, wir schaffen auch diese Herausforderung. Immer wieder werden wir von Wanderern überholt, die zügigen Schrittes an uns vorbeiziehen (für die ist eine Zeit von 2 Std. für eine Strecke angegeben). Wir quälen uns dann durch Geröllfelder, immer bedacht, unsere Knie zu schonen, soweit es eben geht. Ans Aufgeben hab ich dann auch schon hin und wieder gedacht, aber nachdem wir die Hälfte der Strecke hinter uns gebracht haben, ist Durchhalten die Parole! Die ersten Wanderer, die mit uns gestartet sind, kommen uns schon wieder entgegen. Immer öfter machen wir Pause, inzwischen keine trockene Faser mehr am Körper, ich merke, dass wir viel zu wenig zum Trinken mitgenommen haben. Es gibt auf dem ganzen Weg keine Kletterhilfen, Brücken, Halteseile, nur ab und zu rote Markierungen, damit man nicht vom Weg abkommt. Trotz allem haben wir aber immer noch den Blick für diese wunderbare Landschaft durch die wir ziehen. Nach 3 1/2 Stunden Quälerei haben wir das Ziel erreicht, wir sind auf dem Preikestolen! Ich bin sooo stolz, es geschafft zu haben, so muss sich Reinhold Messmer bei seinem ersten Achttausender gefühlt haben!!! Wir genießen diesen grandiosen Ausblick, schieben den Gedanken an den Abstieg erst einmal von uns. Die Knie tun uns weh, nur noch wenig zu trinken im Rucksack, aber wir müssen da wieder runter. Wir haben fast die Hälfte der Strecke zurück gelegt, immer mal wieder bekomme ich Krämpfe und meine Beine zittern, als wir an einen Bachlauf kommen. Das ist die Rettung, die leere Flasche wird mit dem klaren Quellwasser aufgefüllt, wir "saufen wie Vieh" von dem herrlichen, kalten Wasser. Einer Berliner Gruppe geht es ähnlich wie uns, trinken was geht. Einer sagt dann, dass dieses Wasser sehr eisenhaltig sein soll, ich denk nur noch, hoffentlich fang ich dann nicht an zu rosten! Und weiter geht der Abstieg, nach 3 Stunden erreichen wir gegen 19:00 Uhr unser Womo. Insgesamt 7 1/2 Stunden Schinderei, mit unserer Kraft am Ende, aber wir waren auf dem Preikestolen.  Über Handy informiert Karsten uns, auf welchem Campingplatz sie auf uns warten, sie hatten einen geruhsamen, schönen Tag. Völlig geschafft, aber glücklich über unsere Leistung, fahren wir zum Solvik Camping in Joerpeland. Wir sitzen nach dem Essen noch eine Weile zusammen, aber dann fallen wir müde in unser Bett. Das Womo steht schief, ist mir jetzt aber so was von egal, nur noch schlafen, schlafen.

Solvik Camping, Joerpeland, sehr schön am Wasser gelegen, etwas unebenes Gelände, Sanitäranlagen gut,  eine Übernachtung (2 Pers.) mit Strom kostet 200 NOK.

Solvik Camping

 

Mittwoch, 02.06.10

 

Au weia, ein Muskelkater vom Allerfeinsten läßt mich bei jeder Bewegung an den Preikestolen denken, das Ein- und Aussteigen ins/aus dem Womo veranlaßt die anderen zu schadenfrohen Bemerkungen. Na ja, auch das geht vorbei.

Abfahrt vom Campingplatz um 11:00 Uhr, über Tau geht es die 13 bis Ardal, hier wollen wir die Kirche besichtigen, die für ihre Rosenmalereien so bekannt ist, aber leider ist sie geschlossen. In Hjelmelandsvagen setzen wir mit der Fähre rüber nach Nesvik. Die Überfahrt dauert 15 Minuten, dafür haben wir über 1 Stunde am Anleger gewartet. Weiter geht dann die Fahrt durch eine wunderschöne Fjordlandschaft mit vielen Serpentinen und "Tunnelen" über Sand, Vinjar, Suldal bis nach Roldal, wo wir gegen 18:00 Uhr eintreffen. Inzwischen hat sich das Wetter geändert, es regnet und da wir uns viel höher in den Bergen befinden ist es auch noch viel kälter. Wir können die Schneefelder in den umliegenden Bergen deutlich sehen. Die Stabkirche in Roldal ist leider geschlossen, aber wir haben morgen noch eine Chance, sie zu besichtigen. Der Campingplatz liegt nur ein kurzes Stück hinter der Kirche. Wir suchen uns einen guten Stellplatz, bei dem Regen geht nicht mehr viel draußen. Nach dem Essen sitzen wir noch in gemütlicher Runde im Womo zusammen, lassen diesen Tag Revue passieren und hoffen morgen auf besseres Wetter.

Camping Roldal,  gute Sanitäranlagen, eine Übernachtung (2 Pers.) mit Strom 150 NOK

Campingplatz in Roldal

 

Donnerstag, 03.06.10

 

Das Wetter ist heute etwas besser, der Regen hat aufgehört, aber es ist sehr frisch. Wir fahren zu der Stabkirche, es wird ein Eintritt von 30 NOK verlangt, die beiden Männer verzichten, Heinke und ich besichtigen die kleine Kirche mit ihren schönen Malereien.

Wir fahren über Skare (E 134) nach Odda, verpassen hier leider die Abfahrt zum Gletscher, auf der 550 geht es über viele Serpentinen und durch viele Tunnel, der längste Tunnel ist 4,6 km lang, durch das Obstanbaugebiet nach Utne. Hier legen wir eine längere Pause ein, gehen durch den Ort und landen dann im historischen "Hotel Utne". Hier gönnen wir uns dann Kaffee und Apfelkuchen mit Vanilleeis. Es hat sehr gut geschmeckt, selten so einen guten Kaffee getrunken, aber der Preis war auch gepfeffert. Der Kuchen mit einer Kugel Eis kostet 10 €!!

 

Gut gestärkt fahren wir auf der 550 "National Tourist-Route" bis Jondal. Diese Route hat es in sich, oftmals sehr eng, steil, Serpentinen rauf und runter, aber eine wunderschöne Landschaft mit herrlichen Ausblicken auf den Hardangerfjord. In Jondal setzen wir mit der Fähre über den Fjord, in Norheimsund finden wir einen sehr schönen Campingplatz, direkt am Fjord gelegen. Wir genießen den Abend vor unseren Womos, mit einen tollen Blick auf den Fjord mit Lachs und Prosecco. Die Krönung des Abends ist dann die AIDA Luna, die langsam durch den Hardangerfjord an uns vorbei zieht.

Camping Norheimsund, sehr schön am Hardangerfjord gelegen, gute Sanitäranlagen, eine Übernachtung (2 Pers.) mit Strom kostet 210 NOK

 

Freitag, 04.06.10

 

Zum Frühstück gibt es heute etwas Besonderes: "Showcooking" von Karsten. Er brät uns draußen zum Frühstück leckere Spiegeleier, wir lassen es uns schmecken und genießen noch diesen herrlichen Blick auf den Hardangerfjord bei sonnigem und warmem Wetter. Aber dann zieht es uns weiter, um 11:00 Uhr starten wir in Richtung Bergen. Wir fahren auf der 7 durch eine wunderschöne Landschaft, durch ein großes Wintersport-Feriengebiet. Viele Hütten und Skilifte gibt es hier, aber absolut "tote Hose", in dieser Jahreszeit ist alles geschlossen. Unterwegs in einem der vielen Tunnel nullt unser Zugvogel, 200.000 km!!! Ab Indre Arna noch ein Stück auf der 580 und dann erreichen wir um 12:15 Uhr Lone. Diesen Campingplatz haben wir uns vorher ausgesucht, er liegt kurz vor Bergen (19 km), von hier aus gibt es eine Busverbindung dahin und er ist wunderschön an einem See gelegen. Direkt vor dem Campingplatz gibt es gute Einkaufsmöglichkeiten: Spar, Bäckerei, Tankstelle, ein Café und ein Bistro. Wir suchen uns einen schönen Platz mit Blick über den See (am See direkt sind Mücken!), gehen bei Spar was zum Grillen einkaufen und machen einen Faulenzertag mit viel lesen, Sonnenbad auf der Wiese und abends gibt es Leckeres vom Grill.

Lone Camping, sehr schön an einem See gelegen, sehr gute Sanitäranlagen, für zwei Übernachtungen (2 Pers.) mit Strom zahlen wir 550 NOK.

Lone Camping

 

Samstag, 05.06.10

 

Um 09:30 Uhr geht der Bus (hält direkt am Campingplatz) nach Bergen, wir zahlen für eine Tour 50 NOK (für 2 Pers.). In der Touristinformation Bergen buchen wir für den Nachmittag eine Sightseeing-Tour (150 NOK pro Pers.). Wir schlendern über den Fischmarkt, dann bummeln wir am Kai entlang und gelangen zu den Hansehäusern der Brygge, knapp 300 Jahre alte Holzhäuser. Hier geht es sehr lebendig zu, viele Restaurants, Kneipen und originelle Läden laden zum Verweilen und Shoppen ein. Nach einer kleinen Kaffeepause bummeln wir noch durch einige Straßen, auf dem Fischmarkt stärken wir uns dann mit Krabben, Lachs und Krebsfleisch. Wie sollte es anders sein, die Preise hoch, hier noch mit Touristenaufschlag! Dann wird es Zeit für die Sightseeing-Tour, wir stellen fest, wir Vier sind die einzigen Gäste in diesem großen Bus, die Tour selbst ist nicht so interessant, wie wir es uns vorstellen, oft fährt der Bus die gleichen Straßen ab, mal wird die Feuerwache gezeigt, mal ein anderes Gebäude. Leider kommt der Text aus den Kopfhörern meistens zu spät, so dass wir schon an dem interessanten Punkt vorbei gefahren sind. Aber trotzdem sehen wir doch auf diese Weise mehr von Bergen. Dann machen wir uns auf den Heimweg und jetzt beginnt das Chaos. Es ist nicht einfach, den richtigen Bus nach Lone zu finden, die Bushaltestellen sind z. T. verlegt worden, die Busfahrer nennen uns unterschiedliche Linien, die wir nehmen sollen. Letztendlich erbarmt sich ein Fahrer und nimmt uns mit und "entlässt" uns dann an der richtigen Busstation, wo wir in den Bus nach Lone umsteigen können. Am Womo angekommen, müssen wir feststellen, dass bei unserem Womo die Batterie leer ist, nix geht mehr. Wir haben vergessen, die Kühlbox aus der 12-Volt-Steckdose zu nehmen. Trotzdem lassen wir uns den Tag nicht verderben, genießen den letzten Abend mit Heinke und Karsten, die dann die Heimreise mit der Fähre von Bergen aus am Montag antreten werden.

 

Sonntag, 06.06.10

 

Über Nacht hat sich die Batterie wieder etwas erholt, mit Starthilfe von Karstens Womo springt unser Zugvogel wieder an. Wir verabschieden uns, Heinke und Karsten werden noch einen Tag an der Küste verleben, bevor sie am Montagmittag dann auf die Fähre fahren. Wir haben vor, über die 39 bis Stavanger zu fahren und dann einen Campingplatz für die Nacht zu suchen. Die Suche nach dem Campingplatz ist dann aber schwierig, einen verpassen wir, der nächste ist geschlossen, dann kommen Plätze, da gibt es nur Hütten oder einen Zeltplatz. Wir beschließen, bis zu unserem Ziel Neset am Byglandsfjord durchzufahren. Es geht die 42 entlang, über Tonstad bis nach Evje, dann nur noch ein kurzes Stück die 9 bis wir um 21:50 Uhr in Neset auf dem Campingplatz ankommen. Wir sind 420 km gefahren, für die haben wir fast 11 Std. gebraucht, haben aber einige Pausen gemacht und 2 Fähren benutzt (mit Wartezeit). Diesen Campingplatz haben wir uns ebenfalls vorher ausgesucht, er ist wunderschön gelegen, eine Halbinsel im Byglandsfjord, und es ist nicht mehr weit zur Fähre in Kristiansand (knapp 80 km). Hier werden wir unsere letzten Urlaubstage verbringen, ein wenig die Gegend ansehen, faulenzen, und vielleicht auch auf der Elchsafari endlich mal freilebende Elche sehen. Wie überall in Norwegen können wir unseren Stellplatz selbst aussuchen, direkt am Wasser (ohne Mücken!!!).

Campinplatz Neset, gute Sanitäranlagen, Einkaufsmöglichkeit, Café und Restaurant, Bootsverleih, sehr schön gelegen, für drei Übernachtungen (2 Pers.) mit Strom haben wir 1.020 NOK bezahlt.

 

Montag, 07.06.10

 

Ausgeruht genießen wir unser Frühstück  zur Musik von E. Grieg. Das Wetter ist schön, es wird warm heute. Wir erkunden den Platz, ein Fingertest im Fjordwasser läßt die Hoffnung auf ein Bad aufkommen, der Byglandsfjord ist der wärmste Fjord in Norwegen. Wir genießen das schöne Wetter, schließen Freundschaft mit den Entenfamilien, die uns auf ein paar trockene Brotreste besuchen kommen. Abends zieht ein Gewitter auf, wir sitzen gemütlich bei einem Gläschen Wein in unserem Womo, lesen unsere Krimis. Gegen Mitternacht, das Gewitter ist lang vorbei, mach ich noch ein paar stimmungsvolle Fotos am Ufer des Fjordes.

 

Dienstag, 08.06.10

 

Heute tut sich die Sonne schwer durch die Wolkendecke zu kommen, ab und zu fällt leichter Regen. Wir fahren am Byglandsfjord entlang bis Ose, besichtigen (von außen) das mächtige Rundbohlenhaus, erbaut 1650. Leider ist es geschlossen, wie so vieles hier, die Saison beginnt erst mit den Ferien in Norwegen Ende Juni. Der Wasserfall, der empfohlen wird, ist auch noch nicht "in Stimmung", etwas schwächlich plätschert das Wasser da von den Felsen. Es fängt an stärker zu regnen, so machen wir uns auf den Weg nach Evje, dort gibt es ein Einkaufszentrum, da kann der Regen uns nicht so viel anhaben! Als wir da ankommen, haben sich die Wolken verzogen. In einer "Kaffeteria" essen wir Mittag, "Beefnapper", das ist Rindergeschnetzeltes, hat gut geschmeckt. Gut gestärkt klappern wir die drei Supermärkte hier ab, in jedem finden wir etwas, das wir mitnehmen können, Krebssalat, Krabbensalat, Salami vom Rentier, Moltebeerenmarmelade usw. Auf dem Rückweg halten wir noch an und sehen den Leuten beim Rafting zu.

 

Mittwoch, 09.06.10

 

Das Wetter ist wieder besser geworden, wir können draußen frühstücken. Die Entenfamilien besuchen uns wieder, die wissen schon genau, wann sie wo was abstauben können. Die Viererbande ist sehr zutraulich, fressen aus der Hand. So langsam müssen wir an die Heimfahrt denken, Detlef hat die Dachbox abgebaut, sie wird für die Rückfahrt drinnen verstaut, damit wir beim Einchecken an der Fähre nicht wieder Probleme bekommen. Das mit dem Baden im Fjord hat sich dann auch erledigt, nachdem ich mit dem Thermometer knappe 16 Grad gemessen habe, warmer Fjord, na ja, wer weiß, wie die Temperaturen der anderen Fjorde sind! Hab' ich leider verpasst zu messen. Obwohl, ein paar junge Burschen haben gebadet, sind wohl abgehärtet, was die Temperatur betrifft. Wir genießen noch diesen letzten Tag, lesen viel, müssen ja die Bücher noch durch bekommen, zu Hause bleibt meistens keine Zeit dafür.

Abends gehen wir dann auf Safari, Elch-Safari. Um 22:15 Uhr sind wir am Treffpunkt in Evje, 5 Niederländer sind noch mit im Bus, der Guide ist ein Deutscher. Nach kurzer Zeit sehen wir dann auch auf einer Wiese zwei Elche, die wechseln dann über die Straße ins Gehölz, weg sind sie, Jungbullen sollen es gewsen sein. Ich hatte mir meine erste Begenung mit einem Elch irgendwie anders vorgestellt. Bis 1 Uhr nachts werden wir dann noch durch die Gegend gefahren, mit Scheinwerfern werden die Waldränder abgeleuchtet, aber kein Elch zeigt sich mehr. Für die Elchsafari haben wir pro Pers. 25 Euro gezahlt.

 

Donnerstag, 10.06.10

 

Heute geht es wieder nach Hause. Das Wetter ist durchwachsen, windig, aber es regnet nicht. Um 11:00 Uhr fahren wir vom Campingplatz in Richtung Kristiansand. Das Einchecken geht ohne Probleme, die Fähre ist nicht ausgebucht, noch viele Plätze frei. Pünktlich legt die Fähre um 14:45 Uhr ab. Das Wetter ist schlechter geworden, die Überfahrt sehr unruhig, als wir in Hirtshals um 17:00 Uhr ankommen, regnet es. Und es regnet auch fast die ganze Heimfahrt durch Dänemark, wie auf der Fahrt am Urlaubsanfang. Kurz vor Harderslev müssen wir eine Umleitung nehmen, die Autobahn ist hier gesperrt. Um 23:25 Uhr kommen wir in Mildstedt an. Ein sehr schöner Urlaub ist nun zu Ende.

 

 

Und hier noch was für die Statistiker:

 

Insgesamt gefahrene Kilometer: 2.135 km

Dieselverbrauch 199,5 l

Durchschnittsverbrauch auf 100 km 9,3 l

Kosten, gesamt:

Campingplätze: 187,20 DK (25,23 €) /2.410 NOK (ca. 300 €)

Maut 135 NOK

Fähren in Norwegen 741 NOK (ca. 90 €)

Fähre Hirtshals-Kristiansand-Hirtshals 168 €

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© Ingvild Brodersen