Zugvogel unterwegs
Zugvogel unterwegs

Ostfriesland und Friesland

29. August bis 4. September 2010

 

Sonntag, 29. Aug. 2010

 

Wir starten um 09:30 Uhr in Mildstedt frohgelaunt und erwartungsvoll. Das Wetter ist kühl, windig und immer mal wieder Regenschauer. Wir kriechen langsam durch den Elbtunnel, warum es hier immer wieder zu Staus kommt, obwohl nichts weiter passiert ist, ist ein Rätsel. In Oyten müssen wir natürlich eine Pause machen, an Daisy's Diner kommen wir einfach nicht vorbei. Eine leckere Spare-Rib-Pizza für mich und eine Tropical-Pizza für Detlef geben neue Kräfte und auf geht es zur letzten Etappe Richtung Papenburg. Wir erreichen unser Ziel,  den Stellplatz am Hotel Hilling, um 13:40 Uhr. Leider regnet es auch hier anfangs heftig. Begrüßung der Teilnehmer des Reisemobilstammtisches NF durch Gunnar Jacobsen, aufgrund des ungemütlichen, nassen Wetters wird ein gemeinsames Abendessen im Hotel organisiert und noch ein wenig geklönt.

Daisy's Diner in Oyten... wir kommen hier einfach nicht dran vorbei ...
Stellplatz am Hotel Hilling in Papenburg

Montag, 30. Aug. 2010

Das Wetter ist weiterhin äußerst ungemütlich. Um 09:00 Uhr werden wir mit dem Bus abgeholt, auf geht's zur Besichtigung der Meyer-Werft. Die Führung und Erläuterungen sind sehr interessant und kurzweilig. Diese gigantischen Ausmaße hatten wir nicht erwartet, ruck-zuck ist der Vormittag um, der Bus bringt uns zurück zum Hotel, dort ist ein gemeinsames, landestypisches Essen organisiert, "Snirsch". Es hat uns sehr gut geschmeckt, ähnlich wie bei uns "Rundstück warm".

Nach dem Essen brechen die meisten des Reisemobilstammtisches auf Richtung Düsseldorf zum "Caravan Salon", einige haben andere Touren vor, wir fahren in den Ort Papenburg und schauen uns diesen ein wenig an, wir machen noch einen kleinen Abstecher in die Orchideen-Farm um dann Richtung Emden zu starten.

Das Wetter ist inzwischen besser geworden, die Wolkendecke aufgerissen und ab und zu scheint die Sonne durch die Wolkenlücken. In Emden bummeln wir durch die Fußgängenzone, landen dann am Hafen und als bekennende OTTO-Fans müssen wir natürlich ins Otto-Huus. Viel gibt es hier in Emden nicht zu sehen, die Stadt war im Krieg arg zerstört und der Wiederaufbau hat die Stadt nicht attraktiver gemacht.

 

Wir verlassen Emden und fahren in Richtung Norden/Norddeich. Wir kommen an dem kleinen, verträumten Ort Suurhusen vorbei, hier müssen wir unbedingt stoppen, denn hier steht der schiefste Turm der Welt!!!! Nicht Pisa, wo die Touristen sich gegenseitig auf die Füße treten, nein hier im ostfriesischen Suurhusen steht der schiefste Turm, 2 m ist die Schieflage, im Guinessbuch der Rekorde eingetragen und von Touristenströmen weit und breit nichts zu sehen, außer uns sind hier kaum Menschen unterwegs.

So gegen 18:00 Uhr treffen wir auf dem Stellplatz in Norden ein, dicht an dicht stehen hier die Wohnmobile, aber wir finden noch ein Plätzchen und richten uns ein. Das Ocean-Wave, ein Erlebnisbad, liegt gleich nebenan, wir erkunden die Umgebung und freuen uns auf den morgigen Relaxtag in der Saunalandschaft.

Stellplatz in Norden am Ocean Wave

 

Dienstag, 31. Aug. 2010

 

Nach einem gemütlichen Frühstück packen wir unsere Sachen und begeben uns in die Saunalandschaft des Ocean-Wave. Wir sind echt erstaunt über den Preis, 15,-- € für 2 Personen den ganzen Tag Sauna- und Schwimmbadnutzung. Das ist irre, auf Nachfrage erklärt man uns, dass es für Stellplatznutzer nun mal so günstig ist. Toll, das freut uns riesig! Frohgelaunt entern wir den Saunabereich, es ist sehr schön hier und da das Wetter sonnig ist, nehmen wir uns im Außenbereich einen der Strandkörbe und genießen die Ruhe und die Sonne. Zwischendurch immer mal wieder in eine der vielen Saunen, dann wieder ab in den Strandkorb und lesen oder Augenpflege ist angesagt. Mittags essen wir im Bistro des Saunabereiches eine Kleinigkeit, es schmeckt sehr gut und auch hier sind wir über die moderaten Preise angenehm überrascht. Während der Mittagszeit zieht eine Regenfront durch, wir verlegen die Mittagsruhe daher nach drinnen, aber nach kurzer Zeit scheint die Sonne wieder und wir ziehen wieder in unseren Strandkorb. Es wird kühl als die Sonne untergeht, und so verlassen wir das Ocean-Wave und machen es uns im Wohnmobil gemütlich.

Ocan Wave Saunabereich außen
Saunabereich/Ruheraum

 

Mittwoch, 01. Sept. 2010

 

Bevor wir unsere Rundreise fortsetzen, besuchen wir noch die Seehundstation. Wir haben Glück und können die Fütterung der Tiere beobachten. Die Fütterung findet im Außenbecken statt, wir stehen hinter dicken Glaswänden, müssen uns einen Platz erkämpfen, denn es ist zum Bersten voll hier, und sehr laut.  Viele Familien hatten die gleiche Idee wie wir.

Unser nächstes Ziel ist Greetsiel, ein schönes, romantisches Städtchen. Am Ortseingang ist ein großer Parkplatz, auch für Wohnmobile, und von hier aus schlendern wir an den Zwillingsmühlen vorbei in den Ort. Unser Weg führt uns zum Hafen und durch kleine Gassen, vorbei an schmucken Häusern. Auf dem Rückweg machen wir in einem Café Pause, und ich genieße echten Ostfriesen-Tee mit Kluntjes und Sahnewolke. Mmmhhh, lecker!!!

                 Greetsiel - die Zwillingsmühlen und der Hafen

 

 

Dann geht es weiter über Aurich nach Hooksiel. Ich wäre gerne die Strecke an der Küste entlang gefahren, aber irgendwie hat die Kommunikation mit dem Navi nicht gestimmt.

Am Nachmittag erreichen wir den Stellplatz in Hooksiel, er liegt direkt am Wasser, natürlich waren die Logenplätze dort schon besetzt, so haben wir uns einen Platz gesucht, der nicht so weit vom Sanitärgebäude entfernt ist. Mit dem Fahrrad machen wir uns dann auf, den Ort zu erkunden. Im Restaurant "Packhaus", direkt am Hafen, stärken wir uns mit einem leckeren Essen. Als bedrohliche Wolken aufziehen, machen wir uns auf den Heimweg, aber wir kommen nicht weit und müssen vor dem Platzregen unter den großen Sonnenschirmen eines Bistro's Schutz suchen.

Stellplatz Hooksiel

 

 

Donnerstag, 02. Sept. 2010

 

Am Strand von Horumersiel ist heute Schollenbraten, das Spektakel wollen wir uns gerne ansehen. Leider regnet es und wir verspüren wenig Lust, mit dem Rad dorthin zu fahren. Also packen wir und fahren mit dem Wohnmobil nach Horumersiel. Und dann machen wir zum ersten Mal die Erfahrung, dass wir Wohnmobilisten hier nicht willkommen sind. Es gibt nirgendwo eine Parkmöglichkeit für Wohnmobile, deutlich gekennzeichnet mit vielen Schildern. Große Parkplätze gibt es reichlich auf dem Weg dorthin und auch am Strand/Hafen, aber nicht für Wohnmobile. Da es immer noch regnet, entscheiden wir uns für die Weiterfahrt nach Jever und verzichten auf gebratene Schollen.

In Jever parken wir in einer Nebenstraße auf einem Parkplatz einer Schule, die z. Zt. umgebaut wird. Wir gehen in die Innenstadt. Jever hat eine sehr schöne Altstadt mit einer unendlichen Fußgängerzone. Hier macht das Bummeln wirklich Freude, zumal auch die Sonne wieder scheint.

Nachmittags fahren wir weiter nach Wilhelmshaven und dann geht es abends zu Detlef's Tochter nach Schortens. Dort feiern wir dann in den 60. Geburtstag von Detlef.

 

Freitag, 03. Sept. 2010

 

Detlef's 60. steht heute im Mittelpunkt. Geburtstagsfrühstück in Wilhelmshaven im Cafè. Nachmittags mit der Familie Kaffee und Kuchen, leider nicht im Garten, da die Wespen doch sehr aufdringlich sind. Abends dann mit allen in "Bonnies Diner" in Wilhelmshaven richtig gut amerikanisch essen.

 

Samstag, 04. Sept. 2010

 

Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Hause. Leider kommen wir nicht ohne Stau zwischen Bremen und Hamburg durch. Wann ist diese Autobahn endlich mal ohne Baustellen???

 

 

Alle Fotos dieser Tour im Webalbum, klick HIER

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© Ingvild Brodersen