Zugvogel unterwegs
Zugvogel unterwegs

Lüneburger Heide

Montag, 16. Sept. 2013

 

Es regnet! Toll, wir wollen heute in den Urlaub starten und müssen jetzt bei Regen die restlichen Sachen ins Wohnmobil packen. Gegen 13:00 Uhr sind wir startklar und es geht über die A 23 Richtung Hamburg, dann weiter Richtung Buchholz in der Nordheide, über die "Romantische Heidestraße", leider ist die Heide schon verblüht. Das Wetter wird besser und wir steuern den Stellplatz in Egestorf an.

Nachdem wir einen Platz für die Nacht gefunden haben, unternehmen wir einen Spaziergang zum Naturerlebnisbad "Aquadies", das nur wenige Gehminuten vom Stellplatz entfernt ist. Zu dieser Jahreszeit ist es schon geschlossen, aber wir können von der Brücke aus alles gut einsehen und uns vorstellen, wie schön es in der Badesaison hier sein muss. Gleich neben dem Bad beginnt der Barfußpark, den wir ein kurzes Stück erwandern, allerdings nicht barfuß, dazu ist es uns dann doch zu kalt heute.

Abends kommt der Platzwart mit dem Fahrrad vorbei, kassiert die Stellplatzgebühr und gibt noch ein paar Informationen.

 

Stellplatz Egestorf: großzügig, terrassenförmig angelegt, Brötchenservice

Strom 2,-- €, Übernachtung 7,-- €.

 

 

 

 

 

Dienstag, 17. Sept. 2013

 

 

Wir werden früh wach, es ist kalt, das Thermometer zeigt 11 Grad C, brrr. Schnell die Heizung an.

Pünktlich um 8:00 Uhr hupt der Bäckerwagen, die Sonne scheint, aber es ist ehr frisch draußen. Wir frühstücken erst einmal ganz gemütlich, heute wollen wir mit dem Rad die Heide erkunden. Auf dem öffentlichen Parkplatz vor dem Hotel Sudermühle stellen wir das Wohnmobil ab und starten zu unserer Rundtour durch die wunderschöne Naturlandschaft der Lüneburger Heide. Wir begegnen Pferdekutschen und Wanderern, sind auf der Suche nach den Heidschnucken, die wir dann doch noch auf dem Rückweg entdecken und genießen die Ruhe und Natur.

 

Im Hotel Sudermühle stärken wir uns mit einem kleinen Imbiß und dann fahren wir über Soltau, Walsrode nach Stemwede zum TOP-Stellplatz Rila.

 

 

TOP-Stellplatz Stemwede "Hollenmühle"/Rila

 

Dieser Stellplatz ist uns von einem Wohnmobilfreund empfohlen worden und wir sind positiv überrascht.  Alles sauber und ordentlich, hier gibt es alles, was das Wohnmobilfahrerherz erfreut, vom Brötchenservice bis zur Waschmaschine, großzüge Stellplätze mit Strom, moderne Sanitäranlagen, Grillplatz, und gleich nebenan die Erlebnisgastronomie von Rila.

Für eine Nacht zahlen wir 15,-- €, da ist alles eingeschlossen und für 6,-- € bekommen wir einen Gutschein, den wir im Restaurant oder beim Rila-Einkauf einlösen können.

www.stellplatz-stemwede.de

 

Nachdem wir uns einen Platz gesucht haben, gönnen wir uns eine kleine Ruhepause, um 18:00 Uhr spazieren wir zur Rila-Erlebniswelt, einem kreisrunden Bau aus Glas, Beton und Stahl. Verschiedene Restaurants versprechen Gaumenfreuden, heute ist nur der Weinkeller geöffnet, aber ein Besuch dort hat sich gelohnt, wir speisen vorzüglich und genießen die schöne Atmosphäre.

 

Im Erdgeschoss befindet sich die Rila-Feinkostwelt, hier gibt es Spezialitäten aus aller Welt für Hobbyköche und Gourmets. Da heute schon geschlossen ist, werden wir uns diese feine Welt morgen ansehen bevor wir weiter fahren.

 

 

Die Deutsche Weinstraße

 

 

Mittwoch, 18. Sept. 2013

 

Der Himmel ist grau, es regnet hin und wieder. Wir planen unsere Route nach Bockenheim, dem nördlichen Tor zur Weinstraße. Damit wir schneller an unser Ziel kommen, werden wir die Kilometer auf der Autobahn abreißen. Aber vorher möchte ich mir noch den Sinnesgarten der Rila-Erlebniswelt ansehen, leider öffnet er erst am späten Vormittag, so lange wollen wir nicht warten und machen uns auf die Reise.

 

Das Wetter ist schlecht, viel Regen, auf der A 67 bis Viernheim, weiter auf der A6 bis Beindersheim, dann die A61 bis Pfeddersheim, auf der Bundesstraße geht es dann bis Bockenheim. Wir finden einen Stellplatz auf dem Hof vom Weingut Kohl. Werden freundlich empfangen, eine Weinprobe ist leider nicht möglich. So machen wir uns mit dem Rad auf in den Ort, in einer Weinstube bekommen wir ein hervorragendes Essen und guten Wein, fröhlich und voller Freude auf die Weinstraße beschließen wir den Abend.

 

 

Donnerstag, 19. Sept. 2013

Welch eine Überraschung, als wir die Tür unseres Wohnmobils öffnen. Ein großer Teller mit leckeren blauen und grünen Trauben steht da für uns, wir haben uns riesig gefreut!

 

Gut gestärkt machen wir uns dann auf das nördliche Weintor zu entdecken, es ist nicht schwer zu finden. Wenig spektakulär ragt es da über die Straße, schnell ein paar Fotos gemacht und dann geht es weiter. Unser Navi hat Probleme mit der Weinstraße, ich will lieber ohne Navi fahren, nach der Beschilderung, muss aber Detlef noch davon überzeugen, er liebt sein Navi halt.

 

In Neustadt an der Weinstraße machen wir Halt, laufen durch die Innenstadt und auf dem Kartoffelmarkt sitzen wir in der Sonne und lassen uns den Flammkuchen und Federweißer schmecken.

 

Auf der Weinstraße geht es weiter zum Winzerort Diedesfeld, dem geografischen Mittelpunkt der Weinstraße. Ein eine kleine Ruhepause auf dem Rastplatz mit Blick auf das Hambacher Schloß bevor wir weiter fahren.

 

 

Wir fahren durch den Winzerort Eschbach,  ein Schild beim Weingut "Wind" mit dem Hinweis auf einen Stellplatz lässt uns spontan anhalten, auf dem Hof den Stellplatz einnehmen. Dann wollen wir das Finanzielle regeln und finden uns im Gewölbe zu einer Weinprobe wieder. Eine ziemlich lustige Runde kommt da unten zusammen, es wird reichlich Wein zur Probe angeboten, das macht sich schnell bemerkbar, Schmalzbrote werden gereicht, dann geht noch mehr Wein durch die Kehle. Aber irgendwann ist dann doch genug probiert. Wir bestellen ein paar von den leckeren Weinen zum Mitnehmen und machen uns mit einigen Gästen auf zum Gasthaus "Zehnthaus", wo wir erst einmal eine gute Grundlage für noch mehr Wein schaffen. Ausgelassene Stimmung, guter Wein, gegen 22 Uhr haben wir ferrrtisch und fallen weinselig in unsere Betten im Wohnmobil.

 

 

Freitag, 20. Sept. 2013

 

Regen trommelt auf das Wohnmobildach, die Burgruine Madenburg liegt in den tief hängenden Wolken. Nach einem ausgedehnten Frühstück bunkern wir unseren eingekauften Wein und fahren auf der Weinstraße weiter bis Schweigen-Rechtenbach. Hier steht das südliche Weintor und hier ist auch wirklich was los. Wir spazieren durch das Tor, sehen uns die Anlage etwas an und auch den großen Souvenirladen lassen wir nicht aus.

 

Über Wissembourg geht es durch Frankreich Richtung Straßburg/Kehl, in Vendenheim machen wir mittags Halt, essen in einem chinesischen Lokal vom äußerst leckeren Buffet. Das Wetter wird immer besser und bei Sonnenschein erreichen wir Friesenheim, wo uns Isa und Jürgen schon mit Kaffee und Kuchen erwarten.

 

 

Samstag, 21. Sept. 2013

Wochenend und Sonnenschein!!!!! Wir machen mit Isa und Jürgen eine Rundtour durch den Schwarzwald, in der Marktscheune in Berghaupten bleiben wir hängen und stärken uns in dem rustikalen Bauerncafé. Abends tummeln wir uns auf dem Weinfest in Gengenbach und wohnen der Inthronisierung der Weinkönigin bei. Der Federweißer - rot wie weiß - schmeckt hervorragend, ebenso der Flammkuchen, die Stimmung auf dem Fest ist prima - eine runde Sache!!!!

 

 

Sonntag, 22. Sept. 2013

Abschied von Friesenheim, wir folgen Jürgen's Tipp und fahren über den Kaiserstuhl zu unserem nächsten Treffpunkt nach Breisach. Es ist sommerlich warm und es ist eine herrliche Route, auf dem "Texas Pass" (warum der so heißt- keine Ahnung!) halten wir und können uns gar nicht satt sehen an dieser herrlichen Gegend.

 

Wir kommen gegen 13 Uhr am ausgemachten Treffpunkt, Campingplatz Hochstetten" in Breisach an und warten auf unsere Freunde aus Nordfriesland. Abends treffen wir uns gemeinsam mit IPA-Freund Lutz und seiner Frau zum Essen im Gasthaus Adler.

 

 

Montag, 23. Sept. 2013

Wir beginnen unseren Tag mit einem Sektfrühstück, wir haben heute 19. Hochzeitstag!!!

Trotz engem Zeitrahmen nehmen Lutz und Traudel sich die Zeit und fahren mit uns und Sigrid und Viktor nach Colmar. Wir bummeln durch die Straßen und entscheiden uns spontan für eine Rundfahrt mit dem Bähnle, so bekommen wir wenigstens etwas von der schönen Stadt zu sehen. Die Zeit ist viel zu kurz, hier müssen wir unbedingt noch einmal hin und mehr Zeit mitbringen. Den Nachmittag und Abend verbringen wir bei Lutz und Traudel zu Hause, sie haben leckeres Schäufele vorbereitet.

 

 

Die Elsässische Weinstraße

 

 

Dienstag, 24. Sept. 2013

Wir verabschieden uns von unseren Freunden, unsere Reise geht heute weiter. Über Colmar fahren wir nach Turckheim, ein wunderschöner, romantischer Ort, so viel Blumenschmuck und Fachwerk. Ich ahne ja nicht, dass ich noch viele solcher Orte auf unserer Fahrt durch das Elsass sehen werde.

 

 

In Riquewihr entscheiden wir uns, mit einem Bähnchen durch das mittelalterliche Winzerstädtchen  und die Weinberge zu fahren. Riquewihr zählt zu den schönsten Dörfern im Elsass und wir bummeln danach zu Fuß durch die kleinen Gassen, die malerisch und farbenfroh durch den Ort führen. Auch dieser Ort hat so viele schöne Fachwerkhäuser, z. T. aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

Überall begegnen uns Störche, klappernd auf dem Nest oder, wie hier in Riquewihr als Blickfang für ein Souvenirgeschäft. Der Weißstorch ist das inoffizielle Wappentier des Elsass.

Der Dolder ist das Wahrzeichen von Riquewihr, früher Gefängnis - heute ein Museum.

 

 In Bergheim stehen wir auf dem kleinen Campingplatz, der zu einem Weingut gehört. Die sanitären Anlagen sind nichts für mich, zu alt und nicht sauber genug. Wir fragen nach einer Weinprobe, für uns und ein weiteres Paar wird diese dann abgehalten, aber unter  einer Weinprobe verstehen wir was anderes. Drei Sorten wurden vorgestellt, wenig dazu gesagt, die Probe findet in einer großen Halle statt, wo sonst die Erntehelfer ihre Mahlzeit einnehmen. Überzeugt hat uns der Wein auch nicht wirklich, wir kaufen eine Flasche für heute Abend.

 

Mit dem Rad fahren wir in den kleinen Ort, im Gasthaus Altenberg stillen wir unseren Hunger auf Flammkuchen!

 

Camping à la Ferme "Les Noyens", Bergheim

eigentlich schön gelegen, aber die Sanitäranlagen sind schlecht

1 Übernachtung einschl. Strom kostet 11,50 €

 

 

Mittwoch, 25. Sept. 2013

 

 

 

 

Das geht ja gut los heute, der Boiler streikt,  nichts kann ihn dazu bringen, anzuspringen. Ich schreibe noch die restlichen Postkarten, wir planen die Route für heute, mal sehen, wie weit wir es heute schaffen.

 

Gleich am Anfang gibt es Stress, das Navi und Detlef haben keine Orientierung, immer wieder muss ich umkehren, weil wir in eine falsche Richtung fahren. Ich bin genervt und will das Navi am liebsten aus dem Fenster werfen. Dann endlich fahren wir auf der richtigen Route, wir kommen durch viele schöne, romantische Orte, überall üppige, wunderschöne Blumenarrangements. In Ottrott versuchen wir den "Englischen Garten" zu finden, der im Reiseführer empfohlen wird. Anfangs sehen wir noch ein Schild, aber dann keine Hinweise mehr, wo es lang geht. Wir quälen uns durch enge Gassen und geben dann irgendwann auf und fahren weiter.

 

Was ist nur mit unserem Navi los?? Wenn wir uns darauf verlassen hätten, wären wir nie auf dem Campingplatz in Molsheim gelandet, somdern irgendwo ca. 40 km weiter. Abends suchen wir nach der Fehlerquelle und finden raus, dass die GPS-Daten im Womo-Führer falsch sind.

 

Es ist abends noch sehr warm, wir sitzen lange draußen vor dem Womo, Detlef ist happy, endlich wieder Internet!!!

 

Camping Municipal de Molsheim, großzügig, sauber, gute Sanitäranlagen, für 1 Übernachtung mit Strom und WLan zahlen wir 16,40 €.

 

 

Donnerstag, 26. Sept. 2013

 

 

Es ist sehr warm, schon am Vormittag messen wir 25 Grad C. Wir starten unsere letzte Etappe, in Marlenheim machen wir Halt. Wir suchen einen Weinhandel, denn wir möchten unbedingt auch Wein aus dem Elsass mit nach Hause nehmen. Nach dem Einkauf von 6 Fl. Pinot Gris beim Weingut Mosbach (8,70 €/Fl.) stärken wir uns noch mit "Bratkartoffeln und weißem Käse" (Kräuterquark). Letzter Halt ist dann am nördlichen Weintor der Elsässer Weinstraße, jetzt geht es wieder Richtung Norden, nach Hause.

 

Der Zugvogel läuft und läuft, wir kommen gut voran, das Wetter wird immer schlechter, zum Schluß kommt auch noch Regen dazu, gegen Mitternacht sind wir zu Hause.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Ingvild Brodersen